Neustadt — Nicht leicht machte es sich der Kultursenat bei seiner Sitzung mit dem Antrag der Freien Wähler (FW), formuliert vom Fraktionsvorsitzenden Michael Weyh, den künftigen Nikolausmarkt mit festen Holzbuden auszustatten und künftige Investitionen durch die Stadt vornehmen zu lassen. Nach längerer Abwägung in sachlicher Diskussion wurde einstimmig beschlossen, zunächst die Verwaltung zu beauftragen, technische Varianten für die Buden zu recherchieren und Angebote zu deren Preisen einzuholen. Die FW als Antragsteller wurden aufgefordert, der Verwaltung zuzuarbeiten. In einer der nächsten Senatssitzungen soll dann erneut beraten werden.
Allerdings stellte der Vorsitzende des Senats, Dritter Bürgermeister Martin Stingl (SPD) fest, dass die Investition nicht schon in den Haushalt 2015 eingestellt werden kann. Das Ansinnen der FW, vorhandene Finanzmittel 2014 aus dem Kulturetat dafür zu verwenden, wurde nicht akzeptiert, da Rücklagen für das 2017 auszurichtende Neustadttreffen gebildet wurden und noch werden.
Die FW begründeten ihren Antrag mit der unterschiedlichen Ausstattung der Marktstände, wobei "die Heimlichkeit zu kurz käme". Diese Rückmeldung sei sowohl von den Besuchern als auch von den Anbietern gekommen. Vereinzelt seien schon sehr schöne Verkaufswagen mit Holzkulissen zu sehen gewesen, die eine weihnachtliche Atmosphäre vermittelten.
Die Verwaltung hielt dagegen und wies auf den hohen Anschaffungspreis, die dauerhaften Unterhaltungskosten, die Schaffung von Lagerkapazitäten und deren Kosten sowie die Kosten für An- und Abtransport und Auf- und Abbau hin. Die in der Vergangenheit durch die Stadt unterhaltenen Holzbuden wurden abgestoßen, da dies dauerhaft zu wiederkehrenden hohen Kosten führte. Dies auf die Nutzer durch Standmiete umzuschlagen, sei nicht umsetzbar und somit für Händler und Vereine uninteressant gewesen.
Stadtrat Marc Holland (FW) meinte, dass die gewünschte Ausstattung zwar Geld koste, aber auch eine Aufwertung für die Stadt bedeute. Heinz Kiesewetter (CSU) wandte ein, dass die Standgebühren bei der gewünschten Investition auf die Anbieter umzulegen wären, da die Stadt es nicht schultern könne - mit der Folge, dass eventuell weniger sich beteiligen. Die einheitliche Gestaltung gehe zu Lasten der Vielfalt, meinte Stadtrat Bernd Gärtner (SPD) und Stadtrat Gerhard Korn (CSU) gab zu bedenken, dass die geplante Neugestaltung des Marktplatzes erst abgewartet werden solle . dav