Der Gemeinderat Walsdorf musste sich in seiner letzten Sitzung mit mehreren Bauanträgen befassen. Unter anderem lag auch der Antrag auf eine isolierte Befreiung für die Errichtung von Stellplätzen für den Bebauungsplan "Haargehre" (Haichera) vor. Für die in der Wohnsiedlung Haichera in drei Reihen gebauten Kettenhäuser wurden die entsprechenden Stellplätze in einem zentralen Garagenhof oberhalb der Kettenhäuser errichtet. Die Zufahrt zu den betroffenen Grundstücken ist über einen rund drei Meter breiten Geh- und Radweg mit dem Zusatz "Ladetätigkeit für Pkw frei" sichergestellt. Durch den Bau des Garagenhofes und die Festsetzungen im Bebauungsplan sollte der Flächenverbrauch reduziert und der Verkehr im Bereich der Kettenhäuser minimiert werden. Der Gemeinderat lehnte den Antrag auf eine Befreiung für den Bau von Stellplätzen unmittelbar vor den Häusern ab, da durch das Vorhaben die Grundzüge der Planung im Bebauungsplan "Haargehre" erheblich berührt würden.

Bei der ursprünglichen Planung des Seniorenzentrums Walsdorf war auf der südlichen Seite des Gebäudes eine Feuerwehrzufahrt geplant, welche auch teilweise hergestellt wurde. Bei mehreren Feuerwehrübungen der örtlichen Feuerwehren im Bereich des Seniorenzentrums hat sich jedoch herausgestellt, dass die vorhandene südliche Feuerwehrzufahrt nicht funktionsfähig und auch nicht erforderlich ist, wie der aktuelle Brandschutznachweis auch bestätigt. Alle Löschmaßnahmen können über die nördliche Zufahrt bzw. öffentliche Verkehrsflächen durchgeführt werden, daher ist die südliche Zufahrt nicht mehr erforderlich und kann entfallen.

Punktlandung

Der Kämmerer und Leiter der Gemeindeverwaltung Markus Schramm präsentierte dem Gemeinderat die Jahresrechnung 2018 und konnte eine Punktladung verkünden. Die Einnahmen und Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2018 lagen 101 000 Euro über dem geplanten Ansatz in Höhe von knapp 4,3 Millionen Euro. Im Vermögenshaushalt 2018 lagen die Einnahmen und Ausgaben 29 300 Euro unter dem geplanten Ansatz in Höhe von 2,2 Millionen Euro. Ein Kredit musste 2018 zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen nicht in Anspruch genommen werden.

Im Rahmen der Flurneuordnung der Gemeinde Walsdorf wurden einige Wege neu gebaut bzw. verlängert, welche noch nicht öffentlich gewidmet waren. Der Wirtschafts- und Radweg Kolmsdorf-Feigendorf entlang der Staatsstraße 2276, der Verbindungsweg Winterleite und die Verlängerung des Michelsberger Wegs wurden durch Beschluss des Gemeinderates nun gewidmet.

Gemeinderat Christian Eckert (Freie Liste) gab am Ende der Sitzung die Beschwerden von mehreren Erlauer Bürgern weiter. Nach der Sanierung der Staatsstraße 2276 in Erlau im Herbst 2018 hätten sich bereits einige Kanaldeckel gesenkt. Das Deckelgeklapper beim Überfahren sei teilweise lauter als vor der Sanierung der Straße. Daher sollte sich die Gemeindeverwaltung dringend mit dem Staatlichen Bauamt in Verbindung setzten, damit die Schäden behoben werden.

Gemeinderat Stefan Huttner (Freie Liste) hatte in der vorangegangen Sitzungen angeregt, die Herzogscheune nach Abschluss der Sanierungsarbeiten als gastronomischen Wirtschaftsbetrieb zu verpachten. Geschäftsleiter Markus Schramm teilte zu der Anfrage mit, dass eine Verpachtung der Herzogscheune für eine gewerbliche Nutzung als gastronomischer Betrieb nach den Förderbestimmungen der Eler-Förderung nicht zulässig ist.