Zum Leserbrief "Falschparker sind das Problem, nicht Baustellen" vom 1. März: Nein! Nicht ein falsch fahrender Lkw soll das Bauen verhindern. Zumindest wenn es um den "Wöhrgarten" geht, sollte dies die reine Vernunft wegen der vielen Argumente veranlassen. Nun liegt es am 10. März 2019 an allen Bürgern von Hausen, ihre Stimme für Ja abzugeben und sich damit gegen die derzeitigen Pläne auszusprechen.

Das Bauen soll nicht generell verhindert werden. Es soll aber im Sinne des Naturschutzes (Stichwort: Flächenfraß) keinesfalls auf derzeitig landwirtschaftlich genutzten Flächen außerorts stattfinden. Vielmehr sollten innerorts (auch im Sinne von Isek/Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept) bereits erschlossene Grundstücke genutzt werden. Wie wäre es mit Renovierung von alten, leerstehenden Gebäuden? Warum schafft man nicht Anreize für Eigentümer freier Bauplätze zum Verkauf oder zur Bebauung dieser?

Einer der Gründe gegen die Verwirklichung des "Wöhrgartens" ist tatsächlich der vom Leserbriefschreiber Roth und zuvor im Artikel vom 25. Februar erwähnte Schwerlastverkehr. Alle umliegenden Straßen werden den tagtäglichen, monatelang anhaltenden Schwerlastverkehr für Kanal- und Straßenherstellung und Errichtung der Häuser nicht überleben. Die Kosten für die Sanierung gehen dann zu Lasten aller!

Und für alle Kinder, die hier wohnen oder zum Spielplatz gehen, wird dieser Lkw-Verkehr ein extremes Gefahrenpotenzial, da nicht überall im Bereich Gehwege vorhanden sind. Außer einem sinnvollen Verkehrskonzept fehlt es an vielen Voraussetzungen, die eine Umwandlung von mit Bewässerungssystem ausgestatteten Ackerflächen in Bauland rechtfertigen.

Denn andere strukturelle Gegebenheiten sind jetzt schon unzureichend: So fehlt es an Kita-Plätzen (inklusive Räumlichkeiten und Personal). Das Schulhaus bedarf der Renovierung. Seit Jahren wird der Bau des Mittagsbetreuungsgebäudes hinausgeschoben.

Die Planung und Umsetzung der Erneuerung des Rathauses, der Sporthalle und gegebenenfalls der dortigen Gastronomie ist lange überfällig.

Diese Projekte sind aktuell wichtig und sollten priorisiert behandelt werden, bevor ein so großes Projekt (3,35 Hektar; 88 Wohneinheiten) von der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat in Angriff genommen wird. Lisa Dormann

Hausen