Kreis Haßberge — Die Lage auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Haßberge ist gut, bilanziert die Agentur für Arbeit. Bei der Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Kreistages am Donnerstagnachmittag im Landratsamt in Haßfurt gingen Thomas Stelzer (Arbeitsagentur Schweinfurt, zuständig für den Kreis Haßberge) und Werner Mahr (Jobcenter Haßberge) darauf ein.
So habe sich die Wirtschaft in den vergangenen Jahren als stabil und krisenresistent erwiesen, erklärte Stelzer. Nicht zuletzt auch dank effektiver Mittel wie Kurzarbeit hätten sich schwierige Zeiten wie die Finanz- als Teil der Weltwirtschaftskrise (ab 2007) bewältigen lassen. Die Zahlen seien heute relativ stabil, im Landkreis Haßberge liege die Arbeitslosenquote im Jahr 2014 bei 3,5 Prozent (2005 lag sie bei 7,5 Prozent, 2007 bei fünf Prozent, 2011 bei 3,3 Prozent und 2013 bei 3,5 Prozent). "Die Befürchtung, dass irgendwo auf der Welt irgendwas passiert, das uns völlig aus der Bahn wirft, ist nicht eingetreten", sagte Stelzer. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass angesichts vieler Krisenherde und Konflikte (Ukraine, Nahost) oder gravierender Änderungen in der Eurozone (etwa Griechenlands möglicher Austritt aus der Währungsunion) eine neue schwierige Situation entstehe, die der Arbeitsmarkt überstehen muss. Derzeit ist die Lage aber anders: "Der Wettbewerb um die besten Köpfe" ist im Gange, sagte Stelzer. Viele Unternehmen seien auf der Suche nach Fachkräften. Auch der Ausbildungsmarkt habe sich verändert: "Das Schülerverhalten ist anders geworden. 50 Prozent der Realschüler gehen an die FOS (Fachoberschule, die Red.)", erklärte er.
Werner Mahr vom Jobcenter Haßberge ging darauf ein, wie mit Flüchtlingen, die in den Arbeitsmarkt wollen, umgegangen werden kann. Wichtig sei es, die Personen kennenzulernen, um sie einordnen zu können, wo und wann sie am besten im Arbeitsmarkt unterkommen können. Es bringe nichts, wenn jemand eine Ausbildung beginnen soll und er nach einem Jahr weg muss. al