Beschäftigte, die sich im Landkreis Kulmbach über schlechte Arbeitsbedingungen ärgern, sollen sich stärker um ihre Interessen kümmern - und die Vorbereitung der Betriebsratswahlen 2022 unterstützen. Dazu ruft die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) auf.

Ein Großteil der Menschen, die im Landkreis Kulmbach in der Lebensmittelbranche (2100 Beschäftigte) und im Gastgewerbe (1100 Beschäftigte) arbeiten, kann laut Gewerkschaft nicht auf eine Arbeitnehmervertretung bauen. Das liege auch daran, dass gerade in Kleinbetrieben viele Chefs die Gründung eines Betriebsrats blockierten, berichtet die Gewerkschaft. Beschäftigte im Gastgewerbe oder in der Ernährungsindustrie, die eine Betriebsratswahl in ihrer Firma organisieren wollen, können sich deshalb an die NGG wenden.

Die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig betriebliche Mitbestimmung sei. Dort, wo es Betriebsräte gebe, sei nicht nur häufiger das Kurzarbeitergeld aufgestockt worden. Auch beim Infektionsschutz am Arbeitsplatz komme es entscheidend auf die Mitsprache der Arbeitnehmervertreter an.

Schon in Betrieben ab fünf Mitarbeitern ist die Wahl möglich. Die Betriebsratswahlen beginnen im März 2022. red