Neunkirchen — Begonnen 1642, während des Dreißigjährigen Krieges, hat die Neunkirchner Wallfahrt viele Höhen und Tiefen erlebt. Seit 1985 haben sie die ursprüngliche Form der zweitägigen Fußwallfahrt wiederbelebt. Die Wallfahrt erfreut sich einer ständig wachsenden Beliebtheit. Jetzt pilgerten wieder rund 100 Jugendliche, Frauen und Männer am ersten Samstag im Juli die 30 Kilometer nach Gößweinstein und am Sonntag wieder zurück nach Neunkirchen.
Wenn auch der Weg und der Ablauf immer gleich bleiben, steht die Wallfahrt jedes Jahr unter einem anderen Thema. "Ihr seid von Gott geliebt" lautete das Leitwort in diesem Jahr, in Anlehnung an den Brief des Apostels Paulus an die Kolosser. Ja, eine Fußwallfahrt die zwei Tage singend und betend durch Landschaft und Dörfer zieht, ist ein lebendiges Zeugnis für Christus und unseren Glauben an Gott. Um 4 Uhr starten die Wallfahrer mit dem Pilgersegen in der Pfarrkirche. Der Weg führte über Hetzles, Regensberg, Haidhof, Egloffstein, Affalterthal, Bieberbach und Etzdorf nach Gößweinstein. Gegen 13 Uhr erreichten sie die Basilika in Gößweinstein, das Heiligtum der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.

Die Wehwehchen gepflegt

Unterwegs versammelten sich die Pilger an der Kapelle oberhalb von Oberehrenbach zur Einführung in das Leitwort. Nach der Ankunft in Gößweinstein konnten sich zunächst alle Pilger erholen und die kleinen Wehwehchen pflegen.
Am Nachmittag gingen die Pilger betend und betrachtend den Kreuzweg Jesu nach und grüßten die Gottesmutter an der Grotte. Zum Wallfahrtsamt um 18 Uhr in der Basilika kamen immer noch Neunkirchner hinzu, die mit dem Bus oder im Auto nach Gößweinstein fuhren. Geistlicher Rat Alfred Bayer (ehemaliger Kaplan in Neunkirchen) und Geistlicher Rat Veit Dennert feierten die Heilige Eucharistie. Am Sonntagmorgen trafen sich die Fußwallfahrer an der Klosterkirche zum Start für den gemeinsamen Rückweg nach Neunkirchen. Die Teilnehmerzahl wurde zwar geringer, das Beten und Singen aber mit Unterstützung der Bläsergruppe immer stärker.
red