von unserem Mitarbeiter Thomas Weichert

Gößweinstein — Die Telekom Deutschland hat zum Angebotspreis von 1,25 Millionen Euro den Zuschlag für den Ausbau des schnellen Internets in der Marktgemeinde Gößweinstein erhalten. Dies beschloss der Marktgemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung.
Zuvor hatte Diplomingenieur Roland Werb von der Firma Corwese öffentlich das Ausschreibungsergebnis ohne Nennung der Angebotspreise vorgestellt. Es lagen ohnehin nur zwei Angebote vor. Zum einen das der Telekom Deutschland und zum anderen der Firma NGN Fibrenetworks.
Letztere Firma hatte noch ein günstigeres Alternativangebot abgegeben, mit dem aber die Ortschaften Unterailsfeld, Hungenberg, Moritz und Bösenbirkig nicht mit Glasfaserkabel angeschlossen worden wären. Dieses Angebot kam dem Vernehmen schon allein aus diesem Grund nicht infrage. "Bei den Bewertungen der meisten Kriterien schnitt die Telekom auch besser ab als der Mitbewerber", erklärte Werb.
So zum Beispiel bei der Wirtschaftlichkeitslücke, dem Endkundenpreis dem technischen und dem Servicekonzept oder dem Erschließungsgrad.

Gößweinstein zahlt 340 000 Euro

Bis auf wenige Ausnahmen - wie zum Beispiel Hartenreuth - werden alle Gößweinsteiner Ortschaften 16 bis 50 Mbit Leistung kommen. Der Markt Gößweinstein erhält dafür einen Zuschuss des Freistaats Bayern in Höhe von 80 Prozent und noch einmal weitere 50 000 Euro.
Mit jenen 50 000 honoriert der Freisstatt die interkommunale Zusammenarbeit mit den umliegenden Nachbargemeinden. Einige Ortschaften wie Wichsenstein werden von Nachbargemeinden aus erschlossen - und umgekehrt Orte der Nachbargemeinden von Gößweinstein aus. Kleingesee wird von Bärnfels aus der Nachbargemeinde Obertrubach mit Glasfaser versorgt. Der Mark Gößweinstein selbst muss sich an dem Millionenprojekt aus der eigener Haushaltskasse mit 340 000 Euro beteiligen.
Nach der Darstellung Werbs können so 95 Prozent aller Haushalte in der gesamten Marktgemeinde an das schnelle Internet angeschlossen werden. Der kleine Ortsteil Moschendorf kann möglicherweise später von Köttweinsdorf aus mitversorgt werden. Im Stadtrat von Waischenfeld ist dazu allerdings noch kein Beschluss gefasst worden.
Werb rechnet damit, dass die Vertragsunterzeichnung mit der Telekom bis Ende Januar in trockenen Tüchern ist. Zuvor muss allerdings die Bundesnetzagentur dem Vorhaben zugestimmt haben.