Nach der langen Winterpause durfte man gespannt sein, wie die Flößer zurückkommen und gegen drohenden Abstieg ankämpfen würden. Allerdings war von vorne herein klar, dass man mit dem amtierenden Tabellenführer der Landesliga Nordost eine sehr schwere Aufgabe vor sich hatte. Der ASV Neumarkt zeigte sich auch als der erwartet spiel- und kampfstarke Gegner, der am Ende auch nichts anbrennen ließ. Der SV Friesen zeigte phasenweise sehr gute Ansätze, doch bereits nach einer halben Stunde war die Partie zugunsten der Oberpfälzer entschieden.


Früher Rückstand

Die Spieler um Trainer Carlo Werner schienen noch nicht richtig auf dem Platz zu sein, als das erste Tor für die Gäste fiel. Nach einem kapitalen Abwehrfehler der SV-Defensive konnte der Torschuss eines Neumarkter Angreifers gerade noch zur Ecke geklärt werden. Der anschließende Eckball, bei dem die SV Abwehr um Torhüter Fröba nicht gerade gut aussah, brachte die frühe Führung für den Tabellenführer, als Armin Bindner im 5-Meter-Raum ungehindert hochsteigen und einköpfen konnte (3.).
Die Gäste machten anschließend weiterhin Druck und kamen immer wieder gefährlich über rechts, was die SV-Verteidigung vor einige Probleme stellte. In der 9. Minute wäre fast das 0:2 gefallen, als eine gefährliche Flanke nur knapp das SV- Gehäuse verfehlte.
Die Frankenwälder brauchten einige Zeit, bis sie einigermaßen ins Spiel fanden. Gerade in der Phase, als im Mittelfeld etwas Ordnung einzukehren schien, führte ein umstrittener Freistoß in zentraler Position aus 20 Metern zum 0:2 durch den gut aufgelegten Christian Schrödl (28.).
Nach der Halbzeitpause brachte Trainer Werner Marco Bernegg für den bis dahin unglücklich agierenden David Daumann. Und in der 54. Minute sollte Philip Gleich, der für Frank Fugmann eingewechselt wurde, noch einmal für frischen Wind sorgen. Das Spiel plätscherte danach so dahin, bis in der 57. Minute erneut der ASV Neumarkt mit einem fulminanten Freistoß aufhorchen ließ. Diesen konnte der Friesener Torhüter Manuel Fröba mit einer Glanzparade zur Ecke abwehren.
Offensichtlich wachgerüttelt von dieser Aktion kamen die Friesener Akteure jetzt deutlich besser ins Spiel. In der 60. Minute schob der von Philipp Gleich freigespielte Hendric Marzog aus halbrechter Position zum Anschlusstreffer der Friesener ein, doch Schiedsrichter Michael Gutbrod entschied auf Abseits - zweifelhaft. Eine Minute später bot sich Nico Fröba nach einem Abwehrfehler der Gäste eine gute Chance, als er im Strafraum nur noch einen Gegenspieler gegen sich, sich jedoch nicht durchsetzen konnte.
Die SV-Akteure um Christian Brandt steckten nicht auf, konnten sich aber in der Folgezeit keine klaren Torchancen mehr herausarbeiten. In der 87. Minute parierte der sichere Gästekeeper Martin Bachner einen Freistoß von Christian Brandt.
Man kann den SV-Spielern nicht nachsagen, dass sie nicht gekämpft und alles versucht hätten. Um jedoch das Ziel Klassenerhalt zu erreichen, wird eine weitere deutliche Leistungssteigerung von Nöten sein, auch wenn sich mit dem ASV Neumarkt in Friesen ein zu mächtiger Gegner präsentierte. sg