Küps — Unlängst durfte das Jubelpaar Edith und Erwin Neumann aus Oberlangenstadt eiserne Hochzeit feiern. Im Namen des Marktes Küps übermittelte Erster Bürgermeister Herbert Schneider die besten Glückwünsche. Auch Vize-Landrat Wolfgang Beiergrößlein gratulierte. Die Glückwünsche von Landrat Oswald Marr kamen telefonisch.
Edith und Erwin Neumann wurden in Rückersdorf im Sudetenland geboren. Erwin Neumann wurde zum Schmied und Maschinenbauschlosser ausgebildet. 1941 wurde er von der Wehrmacht eingezogen, wo er bis zur Kapitulation in Russland als Soldat diente. Bereits nach zwei Wochen gelang ihm die Flucht aus russischer Kriegsgefangenschaft - durch die Tschechoslowakei nach Schönwald. Nach kurzer Zeit sollte er wieder in Gefangenschaft. Zum Glück hatte er zuvor einen russischen Hauptmann kennengelernt, der sich für ihn einsetzte und ihm die Haft ersparte. 1946 wurden sowohl Erwin als auch Edith Neumann im Zuge der Aussiedlung durch die Tschechen mit der Bahn nach Stendal an der Ostsee gebracht. Dann ging es nach Rostock. Als Erwin Neumann erfuhr, dass er auf der Liste für Fachkräfte stand, die nach Russland gebracht werden sollten, ergriff er wieder die Flucht. So kam er nach Sonneberg, wo er 1947 die Grenze nach Bayern überquerte. 1950 heiratete das Paar. 1951 wurde eine Tochter geboren. Weitere vier Kinder folgten, u. a. Wolfgang Neumann, der Marktgemeinderat in Oberlangenstadt ist. Erwin Neumann arbeitete zwei Jahre bei Loewe/Kronach, bis er 1955 zu Siemens/Redwitz wechselte. Hier arbeitete er bis zu seiner Rente als Maschinenbaukonstrukteur. Die Familie wohnte in Neukenroth, Dörfles, Kronach, Neuses und Redwitz, bis sie schließlich 1973 in Oberlangenstadt ihr Haus baute. Nun haben sie zehn Enkeln und acht Urenkel, worauf sie sehr stolz sind. Erwin Neumann beschäftigt sich gerne mit Elektronik und Computern, seine Frau Edith geht gerne in den eigenen Garten. tp