Die Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz (BA) hat beim Oberbürgermeister beantragt, die Einrichtung von sog. Horizontalfilterbrunnen prüfen zu lassen. Die Wasserversorgung in Bamberg werde bisher maßgeblich aus sog. Flachbrunnen bewerkstelligt, die nicht besonders tief in den Untergrund reichen, aber relativ schnell und kostengünstig gebaut werden können, so die Fraktion.

Der Klimawandel gehe aber auch an der Grundwasserförderung nicht spurlos vorbei. Die immer häufiger auftretenden Starkniederschläge, bei denen in kürzester Zeit sehr viel Wasser auf die Erde prasselt, können sich negativ auf die Wasserqualität in den Flachbrunnen auswirken. Denn das Wasser sickert dann teilweise so schnell durch die verschiedenen Erdschichten, dass es nicht mehr ausreichend gefiltert wird.

Hier liege der Vorteil der Horizontalfilterbrunnen: Sie fördern das Trinkwasser aus etwas tieferen Bodenschichten, welche eine höhere Filterwirkung aufweisen. Horizontalfilterbrunnen sind etwa vier bis fünf Mal teurer als Flachbrunnen - liefern aber mehr Wasser, garantiert von höchster Güte, und zwar über Generationen hinweg, so die Fraktion.

Die BA-Fraktion ist der Meinung, dass für die Bamberger Trinkwasserversorgung die sukzessive Einrichtung von Horizontalfilterbrunnen zumindest geprüft werden sollte. So könne man zum Beispiel in der Südflur statt des klassischen vertikalen Brunnensystems das neue System in Erwägung ziehen. red