Er ist lauter und kommt deutlich schriller daher als sein Vorgänger. "Es bringt erheblich mehr Sicherheit", sagt der Leiter der BRK-Rettungswache in Kulmbach, Michael Martin, über das neue, 100 000 Euro teure Notarzteinsatzfahrzeug, das der BRK-Kreisverband Kulmbach jetzt in Betrieb genommen hat. Nicht nur das durch Pressluft betriebene Martinshorn erzeugt mehr Aufmerksamkeit. Blaulicht blinkt jetzt auch an den Fahrzeugseiten, nicht nur auf dem Dach. "Das ist besonders im Kreuzungsbereich wichtig, denn so sieht man uns besser", sagt Martin. Und nicht zuletzt schafft auch die rot-gelbe Lackierung mehr Aufmerksamkeit.

Sicherheit steht an erster Stelle beim BRK, betont Kreisgeschäftsführer Stefan Adam. "Ich bin sehr stolz und froh, dass wir dieses neue Notarzteinsatzfahrzeug bekommen haben." Stefan Adam kündigt an, dass vermutlich im kommenden Jahr auch die neue Rettungswache in Stadtsteinach mit einem solchen Fahrzeug ausgestattet werden wird. Das Fahrzeug ist täglich mehrfach im Einsatz. Allein von der Rettungswache Kulmbach aus gab es im vergangenen Jahr rund 1900 Einsätze für den Notarzt. Im Schnitt mehr als fünf Mal täglich rücken die Retter aus. 55 Hauptamtliche sind im Kulmbacher Rettungsdienst beschäftigt. Sie werden von etwa 30 Ehrenamtlichen unterstützt.

Notarzt Daniel Gardil sitzt auf dem Beifahrersitz, wenn es zu einem Einsatz geht. "Mag sein, dass wir jetzt etwas lauter unterwegs sind, aber es geht ja um Menschenleben, die wir retten wollen. Die Lkw gehen jetzt deutlich schneller zur Seite. Das bringt die nötigen Minuten, die wir brauchen." red