Ist es sinnvoll, einen Förderverein für das Kreiskrankenhaus St. Anna zu bilden? Zur Klärung dieser Frage trafen sich jetzt interessierte Bürger und Kommunalpolitiker mit leitenden Angestellten des Kranken-Hauses in der dortigen Cafeteria. Initiatoren waren der Höchstadter Peter Jeromin und der kaufmännische Direktor des Krankenhauses, Albert Prickarz. Beide hatten im Vorfeld umfangreiche Informationen vorbereitet, um den Sinn eines solchen Schrittes zu belegen.

Wichtig: die Nähe zu den Bürgern

Ausgehend davon, dass das Lebensalter der Menschen weiter steigt, habe sich den Initiatoren zufolge die Gesellschaft mit der Frage auseinanderzusetzen, wie sich die Gesundheit unter diesen Bedingungen länger aufrechterhalten lässt. Jeromin: "Unsere Senioren wollen so lange wie möglich gesund und aktiv bleiben und so lange wie möglich ihre Eigenständigkeit erhalten." Und Prickarz ergänzte: "Gute Medizin und gute Pflege sind die Basis für die erfolgreiche Versorgung der Patienten im Kreiskrankenhaus." St. Anna stehe 24 Stunden an 365 Tagen für die stationäre und auch ambulante Notfallversorgung zur Verfügung, so Prickarz, der drei Ansprüche hervorhob: die professionelle medizinische Behandlung, die familiäre Atmosphäre und die menschliche Zuneigung.

Es gehe um Nähe zu denen, die ihre Heimat im Landkreis Erlangen-Höchstadt und der Region haben. Es sei deshalb eines der Ziele des geplanten Fördervereins, den Patienten den Aufenthalt im Krankenhaus zu erleichtern und angenehmer zu gestalten. Wie der Geschäftsführer deutlich machte, müsse der Förderverein auch der Attraktivität der Arbeitsplätze seine Aufmerksamkeit zuwenden - und so die Arbeit des Staates, des Landkreises und der Stadt ergänzen. Die Mitglieder und Sponsoren des Fördervereins würden zu einem wichtigen Glied in der ehrenamtlichen sozialen Mithilfe, indem sie finanzielle Unterstützung leisten und neue Projekte fördern.

Auch die Jugend ist dabei

Prickarz zufolge ist das Kreiskrankenhaus ein wichtiger Arbeitgeber in der Region und bietet vor allem der Jugend gute und zukunftsträchtige Ausbildungsberufe und Arbeitsplätze. Dass sich unter den Gästen der Veranstaltung zahlreiche junge Leute fanden, war denn auch ein Beleg für das große Interesse, sich der Verantwortung zu stellen und in einem Förderverein mitzuarbeiten.

Zur Bildung eines Fördervereines wären sieben Unterschriften erforderlich gewesen. Die Veranstalter konnten letzten Endes erfreut verkünden, dass sich doppelt so viele Teilnehmer zur Mitarbeit bereit erklärten, um bestmögliche Betreuung und medizinische Behandlung vor Ort sichern zu helfen. Weitere Aufgaben sieht der Förderverein in der Präventivarbeit zur Gesunderhaltung älterer Bürger und in der Tatsache, dass die Kombination aus naher Grundversorgung (Herzversagen, Frakturbehandlung, Krebs), und etwas entfernterer Spezialversorgung ein Weg ist, um der Zentralisierung im Gesundheitswesen entgegenzuwirken.

Nicht zuletzt soll der Förderverein dabei helfen, kritische Stimmen aus der Bevölkerung an die Klinikleitung heran zu tragen, um Veränderungen schnell in die Wege leiten zu können. Landrat Alexander Tritthart hob hervor, dass Erlangen-Höchstadt zu den Top-Regionen Deutschlands zähle. Der Förderverein solle dabei helfen, diese hervorragende Platzierung zu halten und weiter auszubauen.