Trotz Trainerwechsel sind die Probleme des 1. FC Köln um den Einberger Fußballprofi Marius Wolf die alten: ein beherzter Auftritt, aber keine Punkte. Bei der 0:3-Derbyniederlage bei Bayer Leverkusen haben sich die Kölner bei der Premiere von Trainer Friedhelm Funkel weit unter Wert verkauft. "Wir haben gerade in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht. Das Gegentor am Anfang darf uns natürlich nicht passieren. Danach haben wir aber gut ins Spiel gefunden, hatten etliche Chancen und es ist im Moment bitter, dass die nicht reingehen", sagte Wolf dem "Express". Der Einberger agierte wie in den vergangenen Wochen unter Funkel-Vorgänger Markus Gisdol als rechter Angreifer und sorgte für einige offensive Glanzlichter. In der 35. Minute holte Wolf nach einem Dribbling gegen Charles Aránguiz einen Elfmeter heraus - aber nur fast. Sören Storks pfiff und zeigte auf den Punkt, ließ sich aber letztlich vom Videobeweis eines Besseren belehren. Das Foul war knapp außerhalb des Strafraums.

Nach dem 0:1-Pausenrückstand ließ Wolf kurz nach Wiederanpfiff wiederum den Chilenen Aránguiz im Mittelfeld mit einer Körpertäuschung schlecht aussehen und bediente Jonas Hector. Doch der Ex-Nationalspieler verzog und vergab die exzellente Chance. Fast im Gegenzug gelang dem Leverkusener Moussa Diaby mit dem 2:0 eine Art Vorentscheidung.

Wolf ist aber vom neuen Übungsleiter, dem 15. seiner Profikarriere, überzeugt. "Der Trainer ist natürlich sehr erfahren, hat mit jedem Einzelnen gesprochen. Was er mir gesagt hat, bleibt privat. Er hat uns viel Selbstvertrauen gegeben."

Von Europa darf ein anderer Coburger träumen. Am Samstag setzte sich der FC Union Berlin mit Angreifer Cedric Teuchert mit 2:1 gegen den VfB Stuttgart durch. Union ist damit seit stolzen 14 Heimpartien ohne Niederlage. Edeljoker Teuchert wurde von Trainer Urs Fischer 20 Minuten vor Spielschluss auf den Rasen geschickt und war noch an einigen Konteraktionen seines Teams beteiligt. In der 74. Minute spielten Kruse, Teuchert und Co. eine 4:3-Überzahl aber beispielsweise nicht konsequent zu Ende. mg