Niklas Schmitt Der leitende Oberarzt, so formuliert es Verwaltungschef Thomas Menter, sei das Kraftwerk des Krankenhauses. Seit 1. Juli ist Jörg-Martin Lück leitender Oberarzt im Kreiskrankenhaus in Höchstadt.

Für mindestens ein halbes Jahr wird er die Stelle übernehmen, die zuvor Nina Renner anderthalb Jahre bekleidet hatte. Die Kooperation mit der Uniklinik in Erlangen sieht ein solches Rotieren vor. So ist es auch im Falle Lücks möglich, dass er länger als das veranschlagte halbe Jahr in Höchstadt bleiben wird.

Ihm gehe es, so Lück bei seiner offiziellen Vorstellung, um die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung vor Ort. "Es ist ein wirklich kleines, feines Haus", sagt der Arzt. Die Wege seien kurz, die Kommunikation schnell und die Verbindung zu den Patienten sehr nah. Durch die Nähe sei es wesentlich persönlicher, was gerade bei älteren Patienten wichtig sei, da diese individuell therapiert werden müssten.

Breites Spektrum

"Wir haben alle Möglichkeiten der Uni-Klinik", sagt Lück zur Kooperation, von der beide Seiten profitierten. 80 Prozent der notwendigen Leistungen, so Verwaltungschef Menter, könnten vor Ort in Höchstadt geleistet werden. Für alles Weitere wende man sich an die Uni-Klinik in Erlangen. Lück unterstütze durch sein breites Spektrum die Grundversorgung des Krankenhauses.

Außerdem habe Lück schon Erfahrung an Krankenhäusern verschiedener Größen sammeln können. "Ich kenne beides", sagt er, "von beiden die Möglichkeiten, Chancen und Schwierigkeiten", also von großen Häusern wie dem Südklinikum in Nürnberg und dem kleineren Haus in Lauf, das Lück kurzzeitig auch geleitet hat.

Mario Perl, Leiter der Unfallchirurgie in Erlangen, spricht von einer bilateralen Kooperation zwischen den Häusern. Das betrifft ebenso die Technik wie das Personal. Perl betont auch die von Lück hervorgehobene Nähe zwischen Arzt und Patient: "Der Patient hat in der Regel ein bis zwei Kontaktpartner." Das führe zu einer Konstanz in der Betreuung. So spricht Lück von einer großen Chance, dass die Mitarbeiter die Patienten persönlich kennen, wovon die Betreuung profitiere.