Bei der CSU Rödental gab es einen Generationenwechsel. Nach 16 Jahren Amtszeit kandidierte Ingrid Ott nicht mehr für das Amt der Vorsitzenden. Mit einer klaren Mehrheit wurde bei der Hauptversammlung der 47-jährige Bankkaufmann Ralf Pitterle gewählt.
Die Versammlung wurde für einen regen Austausch genutzt. Das Jahr 2017 sei ein Wahljahr und eine bewegte Zeit, sagte Ingrid Ott in ihrem Geschäftsbericht. Stabilität, so Ingrid Ott, sei derzeit nur in Deutschland zu erwarten. Kanzlerin Angela Merkel werde hoffentlich im Amt bleiben können, nachdem die Show ihres Gegenspielers Schulz beendet sei.
Mit Hans Michelbach habe die CSU einen souveränen und erfahrenen Bundestagskandidaten, an dessen Wiederwahl sie keinen Zweifel habe, sagte die Vorsitzende. Nur im CSU-Ortsverband Rödental werde sich etwas ändern.
Sie beuge sich dem Druck mancher Mitglieder und stelle ihr Amt für einen Generationenwechsel zur Verfügung. Es falle ihr aber nicht leicht, da sie mehr als 16 Jahre gerne und engagiert Vorsitzende des heute 54 Mitglieder zählenden Ortsverbandes gewesen sei. Laut Ott hat der Ortsverband 38 Männer und 16 Frauen als Mitglieder, der Altersdurchschnitt liegt bei 59,5 Jahren.
Nachdem die CSU die Bürgermeisterwahl 2014 nicht habe gewinnen können, sei sie nun eine Minderheit mit sechs Sitzen im Stadtrat und habe wenige Möglichkeiten, ein Profil zu entwickeln, geschweige denn, eine Entscheidung zu beeinflussen, merkte Ingrid Ott kritisch an. Wenn sie aus ihrer Sicht auf die vergangenen drei Jahre zurückblicke, könne sie auf die gute finanzielle Lage der Stadt verweisen, die Investitionen zulasse.
SPD, Freie Wähler und die Grünen hielten im Stadtrat zusammen und die CSU stehe relativ alleine da, sagte Elmar Palauneck, "Wir werden aber die Finger in die Wunden legen und die politische Richtung beeinflussen."
Günter Benning warf die Frage auf, ob die CSU-Fraktion im Rödentaler Stadtrat überhaupt wahrgenommen werde. Zwischen den Ansichten der Vorsitzenden Ingrid Ott und dem Fraktionsvorsitzenden Elmar Palauneck lägen Welten. Auch nur sechs CSU-Stadträte könnten sich mit Themen profilieren, sagte Kreisrat Benning. Rödentals Bürgermeister a. D. Gerhard Press wies die Schuldvorwürfe Bennings zurück. Desombre