Der bayerische Landesverband der Allianz für Fortschritt und Aufbruch (ALFA) hat an seinem ersten ordentlichen Parteitag einen neuen Vorsitzenden gewählt. Der neue Landesvorsitzende ist Stephan Schmidt aus München, der sich gegen den bisherigen Generalsekretär Harald Klement knapp durchsetzen konnte, wie die Partei mitteilt.
Als einer von drei stellvertretenden Vorsitzenden der liberal-konservativen Partei wurde der Forchheimer Stadtrat Arnd Feistel neu in den Vorstand gewählt. ALFA zählt in Bayern zur Zeit etwa 500 Mitglieder.
ALFA wurde im vergangenen Jahr gegründet, vornehmlich von früheren AfD-Mitgliedern, die den Rechtsruck der Partei nicht mitgehen wollten, erklärt die Partei in einer Mitteilung. Mittlerweile bestehe für ehemalige AfD-Mitglieder ein Aufnahmeverbot. Die Partei hat neben drei Landtagsmandaten zur Zeit fünf Mandate im Europäischen Parlament. Ferner ist sie in etwa 80 kommunalen Parlamenten vertreten.
Arnd Feistel sieht seine Aufgabe im Aufbau von Strukuren in Franken. "Wir sind leider hier noch weitgehend unbekannt, anders als im bayerischen Süden", sagt er. Der neu gewählte Landesvorstand will die politische Arbeit in Bayern mehr in den Vordergrund stellen.
Erst nach dem Brexit habe die ALFA ein Positionspapier für eine Reform der EU vorgelegt. Ein Parteiprogramm habe die Partei auf einem Bundesparteitag im vergangenen Februar beschlossen, heißt es in der Mitteilung. Sie sei unter www.alfa-bund.de zu finden. red