"Bis 2030 möchte der Deutsche Alpenverein Klimaneutralität erreichen!" Mit einem CO2-Preis und dem Ziel "Vermeiden vor reduzieren vor kompensieren" verpflichten sich die Sektionen, dieses ambitionierte Ziel der "DAV-Nachhaltigkeitsstrategie" in ihrer täglichen Arbeit umzusetzen.

Fast 70 Teilnehmer begrüßte Vorsitzender Artur Zoll zur Mitgliederversammlung - nur ein Bruchteil der 2519 Mitglieder der Sektion.

Frohe Botschaft gab es für die "Montagssportler", die zu "Dienstagssportlern" werden: Thorn und Martina Plöger übernahmen die Leitung von Gisela Müller, die drei Jahrzehnte verantwortlich war und mit einem Präsent verabschiedet wurde.

Ausführlich schilderte Zoll das Ziel der "Klimaneutralität", deren Ausgangspunkt eine Energiebilanz sei. Die Sektionen zahlen für ihre Aktivitäten einen ansteigenden CO2-Preis in einen Gemeinschaftstopf, der vom Hauptverein verwaltet und "nachhaltige, energieeffiziente und klimafreundliche Maßnahmen" finanzieren soll. Um dies zu ermöglichen, sollen die Sektionen einen "Klimaschutzbeauftragten" benennen.

Die Kletterhalle, verantwortlich Andi Grau, litt unter den Corona-Schließungen, was sich in den Besucherzahlen zeigte: 1163 Besucher im Jahr 2020, 842 Besucher im Jahr 2021. Genutzt wurden die Ruhezeiten, um die Haltegriffe zu säubern und farblich aufzufrischen, damit die Routen deutlich erkennbar sind. Im Materiallager stehen 380 Gerätschaften für die Ausleihe zur Verfügung. Im Bericht des Ausbildungsreferenten Jürgen Herold ging es um die Ausbildung und Fortbildung der Fachübungsleiter - mit dem Fazit: "Die 18 DAV-Trainer und drei BLSV-Übungsleiter sind auf dem aktuellen Stand."

Jugendreferent Jürgen Schmidt verabschiedete sich: Der Zuspruch am Montag und Freitag sei gut, auch wenn man sich vorher anmelden und die Organisation durch die Eltern erfolgen müsse. Boulderbereich und Kletterhalle stehen Jugendlichen am Dienstag zur Verfügung. Neuer Jugendreferent wurde Matthias Schmitt, der eine neue Struktur umsetzen möchte: Die Eltern sollen in der Sicherungstechnik ausgebildet werden.

Einnahmen zufriedenstellend

Freudige Nachrichten gab es von Erich Lehenbauer zur Bad Kissinger Hütte im Tanheimer Tal. Trotz verminderter Pacht und aufwändiger Umsetzung der Corona-Maßnahmen waren die Einnahmen aus Tagesgeschäft und 4.320 Übernachtungen zufriedenstellend - auch dank der Landes-Zuschüsse. Die Hütte sei regelmäßiges Ziel von Instandhaltungs- und Reparaturarbeiten, und auch die umliegenden Wege seien pflegeintensiv, so Lehenbauer, und leider sei die Position des Wegewarts vakant, aber notwendig Stolz berichtete Lehenbauer von der Auszeichnung mit dem "Umweltgütesiegel der Alpenvereine", die der Hütte 2021 für fünf Jahre verliehen wurde: "Ein Standard, den wir halten müssen."

Erspartes für Pumpstation

Der Kassensturz der Hütte ergab für 2021 einen fünfstelligen Jahresüberschuss, der nicht nur in die Rücklagen fließt, sondern dort auf Investitionen wie die Sicherung des Hochbeckens und Einbau von Pumpstation (2022) sowie auf die Erneuerung aller Sanitärräume und den Austausch der Fenster bis zum Jahr 2024 wartet. Die Einnahmen und Ausgaben bilanzierte Hartmut Breunig. Auch hier ergab sich ein Überschuss, der in die Rücklagen fließt und zusammen mit den Überschüssen der Hütte ein sicheres finanzielles Polster für anstehende Maßnahmen ergibt. Die Kassenprüfer bestätigten Vollständigkeit und Richtigkeit der Kassenführung, so dass die Entlastung einstimmig erfolgte. Bei Norbert Paulus bedankte sich die Sektion mit einem Präsent für 20 Jahre, in denen er als zuverlässiger Kassenprüfer tätig war.