Angekommen in Kulmbach ist der neue Diakon Matthias Bär schon länger. Doch am Wochenende erhielt der Dreißigjährige, der aus Neustadt an der Aisch stammt, aus den Händen von Dekan Thomas Kretschmar und des Diakons Franz K. Schön auch seine offizielle Ernennungsurkunde als evangelischer Dekanatsjugendreferent.
Bär ist bereits seit 2014 in der Region tätig. Er hat vier Jahre lang als Sozialpädagoge in Fassoldshof gearbeitet. Jetzt möchte er die Jugendarbeit der evangelischen Jugend bereichern. "Ich hatte schon durch meinen Vater Kontakt zur Kirche. Er ist Gemeindereferent", erzählt der 30-Jährige von sich. Daher habe er auch die Ausbildung zum Diakon absolviert. "Ich möchte in Kulmbach die Jugendarbeit ausbauen", so Bär.
Bereits seit September hat er sein Büro in der Waaggasse bezogen. Privat lebt er mit seiner Frau in Burgkunstadt. Aktuell ist die Aufgabe des Dekanatsjugendreferenten auf eine halbe Personalstelle beschränkt, doch Bär ist überzeugt, auch für die freie Zeit noch eine ausfüllende Tätigkeit zu finden.
Bär fährt gerne Motorrad, liest viel, und auch Computerspiele machen ihm Spaß. Das hat sich unter den Jugendlichen bereits herumgesprochen. So schenkten sie ihm zum Einstand eine Figur aus "League of Legends".
Die Hand reichten dem neuen Diakon auch Claudia Ruß und Kaplan Christian Montag von der katholischen Kirche. So soll 2018 wieder ein ökumenischer Kreuzweg durchgeführt werden.


Mehr als Party und Disko

Dekan Kretschmar betonte, dass die Einführung zwischen Buß- und Bettag und dem Totensonntag bewusst gewählt sei. Denn Jugendarbeit und Ewigkeit passen hervorragend zusammen. "Es ist nötig, mit den jungen Leuten über die Ewigkeit zu reden. Denn Jugendarbeit ist nicht nur Party und Disko, sondern es geht darum, den Jugendlichen zu vermitteln, an was sie sich halten können, wenn es ihnen schlecht geht."
Der neue Dekanatsjugendreferent lehnte sich an bekannte Bibelworte an und mahnte die Jugendlichen, sich nicht dem stetigen Wettbewerb zu stellen. "Die Jugend ist die größte Chance der Kirche. Deshalb ist es wichtig, die Jugendarbeit auszubauen", sagte Bär.
Sabine Knobloch, Hannah Bergmann vom leitenden Kreis der Jugend in Kulmbach und Günther Bär vom Dekanatsausschuss hießen den neuen Diakon ebenfalls willkommen.