In der Gemeinde steht das nächste Großprojekt vor der Tür. Gestern erfolgte der Spatenstich für einen Wertstoffhof-Neubau mit angegliederter Unterstellhalle für Bauhof-Fahrzeuge und Feuerwehr-Equipment. Die Gesamtkosten für den Bau belaufen sich auf 336 600 Euro. Davon entfallen 177 100 Euro auf den Landkreis und 159 500 Euro auf die Gemeinde. Bereits zugesagt sind 50 000 Euro an Fördermitteln aus dem Programm "Bau Wertstoffhöfe".

Der Wertstoffhof Untersiemau steht unter der Trägerschaft des Landkreises Coburg. Die Gemeinde ist Eigentümer der Immobilien und Lagerplätze und betreibt den Wertstoffhof durch gemeindliche Mitarbeiter. Genutzt wird er von den Gemeinden Untersiemau, Großheirath und angrenzenden Ortschaften (etwa 7500 Einwohner). Pro Stunde erfolgen 50 bis 60 Anlieferungen.

Für die Neubaumaßnahme habe es zahlreiche Gründe gegeben, berichtete Bürgermeister Rolf Rosenbauer: Stark gestiegen sei die Anlieferung von Wertstoffen im Bringsystem. Die Annahmemenge sei innerhalb von drei Jahren um ein Drittel auf 600 Tonnen pro Jahr angewachsen. Der Wiederverwertungs- und Recycling-Gedanke für eine mehrfache Nutzung von Rohstoffen solle gestärkt werden. Gebaut werde eine Stahlbauhalle mit Holzverkleidung und Satteldach, 14 x 20 Meter groß. Aufgebaut werde eine Dachflächen-Photovoltaikanlage.

Die Fertigstellung der gesamten Bauarbeiten, so Ingenieur Jürgen Kittner, ist für Ende November geplant. ka