Kulmbach — Eine erfolgreiche Ausbildung für Jugendliche führte die Wasserwacht-Ortsgruppe Kulmbach durch. Ziel war der Erwerb des Deutschen Rettungsschwimmabzeichens in Bronze.
Während der Ausbildungsstunden wurden die Teilnehmer mit den wichtigsten Techniken zur Rettung eines Ertrinkenden vertraut gemacht. Recht anspruchsvoll waren die praktischen Übungen. Eine Menge Kraft kosteten die verschiedenen Arten des Abschleppens im Wasser. Angewendet wurde dabei der Achsel- und Fesselschleppgriff. "Eigenrettung geht vor Fremdrettung" lautet ein Grundsatz bei der Ausbildung zum Rettungsschwimmer. Ruhe und Besonnenheit sind notwendige Voraussetzungen für jede Erste-Hilfe-Leistung. Bei der Rettung eines in Panik geratenen Ertrinkenden kann eine Umklammerung immer gefährlich werden. Die erlernten Befreiungsgriffe dienen dazu, sich aus einer lebensgefährlichen Situation, der Umklammerung durch einen Ertrinkenden, zu befreien. Auch Befreiungsgriffe bieten keine Gewähr dafür, dass sie im Ernstfall zum Erfolg führen. Deshalb sind Umklammerungen immer zu vermeiden.

Schwimmen und Tauchen

Weitere Aufgaben waren Transportschwimmen, Tieftauchen und Streckentauchen, 200 Meter Schwimmen davon 100 Meter Brust und 100 Meter Rücken ohne Armtätigkeit. Nicht nur in Badeanzug oder -hose, sondern in einem Drillichanzug mussten die Teilnehmer 100 Meter in höchstens vier Minuten zurücklegen. Ferner mussten drei verschiedene Sprünge vom 1-Meter-Brett nachgewiesen werden.
Zentraler Punkt der Ausbildung ist die Herz-Lungen-Wiederbelebung. Ausbilder Walter Feyer vermittelte den Lehrgangsteilnehmern in Theorie und Praxis die wichtigsten Maßnahmen, um die Lebensfunktion eines Unfallopfers bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu erhalten.
Im weiteren theoretischen Teil, der im BRK-Heim stattfand, wurden Kenntnisse über Gefahren im und am Wasser, Hilfe bei Bade-, Boots- und Eisunfällen, Selbst- und Fremdrettung, Hitze- und Kälteschäden, Atmung und Blutkreislauf vermittelt. Zum Abschluss war eine kombinierte Rettungsübung gefordert: 20 Meter Anschwimmen, Abtauchen auf zwei bis drei Meter und Heraufholen eines 5-Kilo-Tauchrings, 20 Meter Schleppen, Anlandbringen über den Beckenrand, Absetzung eines vollständigen Notrufs und dann bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung das Erlernte unter Beweis stellen.
Als weitere Ausbilder waren Gerhard Spindler, Helmuth Breitenfelder und Detlef Siegismund tätig. Margit Spindler