Die Stadt hat viele alte Bauten, aber - zum Beispiel im Fall Ketschengasse 13 - das Problem, dass die Häuser zwar sanierungsbedürftig sind, aber nicht mehr zum Sanierungsgebiet gehören. Doch nur für Gebäude in diesen Gebieten gibt es Fördermittel vom Staat. Bisher. Denn das Programm "Innen statt Außen" ist genau für solche Projekte gedacht. Die Stadt muss dafür nur zwei Voraussetzungen erfüllen, erläuterte Karl Baier, Chef des Stadtplanungsamt, im Stadtrat: Sie braucht ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept (hat Coburg seit 2008), und einen formellen Stadtratsbeschluss, dass lieber Brachen innerhalb der Stadt bebaut werden sollen, bevor außerhalb ein neues Baugebiet entsteht. Dieser Beschluss sei eine Formsache, betonte Baier: "Das machen wir ohnehin so seit Jahren." Ganz so wollte der Stadtrat das aber nicht beschließen und fügte den "Erhalt notwendiger Grünflächen und Stadtbiotope" bei den Entwicklungszielen hinzu. Für die Wohnbau könnte sich das auszahlen: Bei der normalen Städtebauförderung liegt die Zuschussquote bei 60 Prozent, bei "Innen statt Außen" sind es 80 Prozent. sb