Die Bürgermeisterinnen griffen zum Spaten: Am Dienstag wurde offiziell mit dem Bau der neuen Trinkwasserleitung nach Voitmannsdorf, einem Ortsteil von Königsfeld im Landkreis Bamberg, sowie Drosendorf, einem Stadtteil von Hollfeld im Landkreis Bayreuth, begonnen.
Gisela Hofmann, Erste Bürgermeisterin der Gemeinde Königsfeld (BBL), und Karin Barwisch, Erste Bürgermeisterin der Stadt Hollfeld (Bürgerforum), freuten sich darüber, dass mit dem Anschluss an den Zweckverband (ZV) Juragruppe die Wasserversorgung verbessert und gesichert wird. Und es gibt noch andere Vorteile: Mit der neu gebauten Wasserleitung werden in Zukunft der bestehende Tiefbrunnen und der Hochbehälter nicht mehr benötigt. Ein Wasserschutzgebiet muss in Zukunft nicht mehr ausgewiesen werden. Eine Million Euro kostet der Anschluss, wovon der Freistaat Bayern 50 Prozent trägt. Die Drosendorf-Voitmannsdorf-Gruppe beteiligt sich mit 300 000 Euro. Der Rest wird von der Juragruppe übernommen.Bis August soll die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Dann werden die beiden Ortschaften an das größte Wasservorkommen Nordbayerns angebunden sein. Dieses fördert sein Wasser aus zwei unabhängigen Wassergewinnungsgebieten. Den beiden Ortsnetzen stehen dann die Trinkwasserversorgung über die Hochbehälter Adlitz und Hohenmirsberg, die ein Gesamtspeichervolumen von 3900 Kubikmetern haben, zur Verfügung.
Die neue Trinkwasserleitung wird über einen Abgabeschacht, der ca. 700 Meter in westlicher Richtung vom Ortsrand Wiesentfels entfernt ist, an die bestehende Fernleitung zwischen Wiesentfels und Königsfeld angeschlossen. Vom Schacht aus wird eine 2,5 Kilometer lange Wasserleitung in südlicher Richtung bis zum Ortsrand von Drosendorf verlegt. Hier wird der Verteilerschacht mit getrennter Drucksteuerung und Wasser-zählung für Drosendorf und Voitmannsdorf errichtet. Das Ortsnetz Drosendorf kann direkt von diesem Schacht aus angeschlossen werden. Für das Ortsnetz Voitmannsdorf wird eine weitere, rund 900 Meter lange Leitung im sogenannten Pflügeverfahren gebaut. red