Das der kreativen Madrider Musikszene entstammende Duo der Cellistin Iris Azquinezer und des in Spanien lebenden, deutschen Gitarristen Rainer Seiferth widmet sich ganz der Musik der sefardischen Juden, die Ende des 15. Jahrhunderts aus Spanien vertrieben wurden und sich in verschiedenen Regionen des Mittelmeerraumes ansiedelten.
Das Ensemble "Zaruk" wird am Sonntag, 29. April, die Musik der sefardischen Juden um 18 Uhr in der Synagoge Ermreuth neu interpretieren. Kartenreservierungen sind möglich unter Telefon 09134/70541 oder 09134/9278.
Die Lieder sind eingefärbt von den Klängen dieser Gegenden und immer ist in ihnen auch ein Hauch von Wehmut zu spüren über die verlorene spanische Heimat, Sefarad. Da diese Melodien oft ohne Begleitung gesungen wurden und die sefardische Tradition keine typischen Instrumente hervorgebracht hat, lassen sie bei der Interpretation viel Spielraum zu.
In "Zaruks" Arrangements finden Klassik, Jazz und traditionelle Musik, Komponiertes und Improvisiertes, Minimalismus und Virtuosität gemeinsame Wege und erschaffen dabei Bilder von großer Ausdruckskraft und Farbentiefe. red