Die nagelneuen Holzkegel auf der Naturkegelbahn am Rittmayer-Gartenkeller in Hallerndorf haben ihre erste Nagelprobe bestanden. Beim Preiskegeln des Vereins "Zufriedenheit" kamen sie erstmals zum Einsatz. "Sie fallen etwas schneller, weil sie leichter sind", so das Urteil der Teilnehmer. So kamen tatsächlich erstaunlich gute Ergebnisse zustande. Bei jeweils zwei Mal fünf Schüben in die Vollen erzielte Ottmar Amtmann 58 Punkte. Das entspricht einem Schnitt von fast sechs Kegeln pro Schub. "So ein überragendes Ergebnis hatten wir lange nicht", resümierte Organisator Norbert Welsch.


Technik mit Tücken

Denn die Naturkegelbahn hat so ihre Tücken, weder Kugeln noch Bahn sind berechenbar. Die neuen Kegel wurden aus einem Thuja-Baum gedrechselt, erklärt Keller-Pächter Martin Schad. Der Baum musste im Friedhof in Schnaid den Umgestaltungsmaßnahmen weichen. Wie alt die bisherigen, abgenutzten Holzkegel waren, daran kann er sich nicht erinnern. "So lange ich weiß, sind sie zum Einsatz gekommen", so Schad.
In der Vereinschronik der "Zufriedenheit" ist vermerkt, dass auf Wunsch der Mitglieder 1951 erstmals ein Preiskegeln auf der Naturkegelbahn stattfand. Es ist durchaus denkbar, dass die alten Kegel damals dafür angefertigt wurden, mutmaßt er. Eines ist indes gleich geblieben: die umgeworfenen Kegel werden von Kindern wieder an ihren angestammten Platz gestellt. Dafür gibt es nach dem Kegeln eine Belohnung.
Den zweiten Platz des Preiskegelns belegte Gerhard Bauer mit 51 Punkten, Dritter wurde Herbert Orth mit 43 Punkten. Beste weibliche Teilnehmerin war Marion Dormann mit 39 Punkten, sie belegte Platz sechs.