Wer in diesen Tagen die Stille des Waldes am Greinberg sucht, wird enttäuscht, denn seit Montag herrscht hier geschäftige Betriebsamkeit. Wo sonst Walderdbeersträucher den Schotterweg zu dem als Festplatz von den Greinbergfreunden genutzten Gelände säumen, ist der Wegrand aufgegraben und der Kies von Reifenspuren schwerer Baugeräte zerfurcht. "Wir hoffen, bis Freitag fertigzuwerden!", sagt "Kapo" Michael Jugl.

Das umfassende Bauvorhaben wurde möglich durch die Auswahl des Projektes im Rahmen des "5 für 500"-Förderprogrammes der Initiative Rodachtal. Mit 5000 Euro wird die Ertüchtigung des Greinberggeländes unterstützt, dazu kommt noch ein Eigenanteil des gemeinnützigen Vereins. "Wir haben lange gespart, um dort eine Infrastruktur zu schaffen, nämlich Wasser, Abwasser und Strom. Das Ganze soll für die Zukunft standfester gemacht werden, damit es nicht nur als Feierort für das Greinbergfest, sondern vielleicht auch unter dem Jahr beispielsweise als Zeltplatz genutzt werden kann", verrät der Weitramsdorfer. "Wir hatten bis jetzt täglich zwischen vier und zehn ehrenamtliche Helfer im Einsatz", freut sich der ehrenamtliche Bauleiter Jugl.

Was in den ersten beiden Tagen bereits geleistet wurde, kann sich sehen lassen: Es wurden 95 Meter Kanal gegraben, Leer- und Wasserrohre verlegt und auch rund 65 Tonnen Sand verbaut. Dazu setzte man einen Bagger, einen Radlader und mehrere Lkw ein. Natürlich bringen die Greinbergfreunde am Ende der Bauarbeiten den Schotterweg zum Greinberg, neben dem dann gut eingegraben die Versorgungsleitungen liegen, wieder in seinen Vorzustand. Verbunden ist der Einsatz mit dem Wunsch der Greinbergfreunde, dass sie im nächsten Jahr nach zwei coronabedingten Ausfällen im Juni wieder ihr Greinbergfest feiern können - diesmal auf einem autarken Festplatz.