Nordhalben und die Kunst - für viele gehört das schon fest zusammen, und gegenwärtig wird ein weiterer Meilenstein aufgestellt: Am kommenden Sonntag, 2. Februar, wird sich ab 11 Uhr eine Tür öffnen, die direkt hineinführt in den neuen Kunst-Konsum in der Kronacher Straße 10. Hier sollen sich an jedem ersten Sonntag im Monat Interessierte zum "Indoor-Kunstmarkt" treffen.

Noch wird gewuselt im Haus direkt neben der Kirche. Da werden Skulpturen verschoben, Bilder auf- oder umgehängt, man fachsimpelt oder tauscht sich einfach aus. Wer hier werkelt, sind vor allem auch die "üblichen Verdächtigen", Diana und Kai Deckelmann sowie Volker Ullenboom. Diese drei haben das Projekt ausgeheckt und hauchen ihm nun Leben ein. "Wir wollten einfach den Kunstsommer verlängern", meint Ullenboom und blickt schon ganz zufrieden drein. Nebenbei habe man auch etwas für beziehungsweise gegen den Leerstand getan, denn das Haus von Familie Ströhlein war lange ungenutzt.

"Des is halt widde su a Experiment", sagt Diana Deckelmann lachend. Am liebsten hätte sie die gesammelte deutsche Kunstszene in Nordhalben. "Das muss sich entwickeln. Wir sprechen gerade mit Künstlern aus vielen Orten, ob sie hier nicht ausstellen und verkaufen möchten." Dabei fasst sie den Begriff "Kunst" möglichst weit: "Es könnte was mit Licht sein, was mit Stoff oder halt noch was ganz anderes. Eben querbeet." Sie spricht dabei vom "durchwechseln der Künstler an den Öffnungstagen, denn es sollen so viele wie möglich die Chance erhalten, hier auszustellen".

Mit Kaffee und Klaviermusik

Für die gemütliche Atmosphäre im neuen Kunst-Konsum sollen unter anderem Sitzgruppen, Sessel oder Stehtische sorgen. Darauf könnte man dann seinen Kaffee oder seinen Kuchen abstellen, um sich in aller Ruhe umzusehen oder eben einzukaufen. Den musikalischen Pinselstrich setzt an den Kunstsonntagen der Mann am Klavier, Kai Deckelmann. Er bewegt sich dabei zwischen alten Popsongs, Klassikern und modernen Stücken hin und her.

Und während alle um sie herum noch Hand anlegen, um alles zu positionieren, spaziert Diana Deckelmann gedanklich schon wieder weiter. Nämlich dahin, wo sie weitere Nutzungsmöglichkeiten für den Kunst-Konsum sieht. "Vielleicht bei Veranstaltungen?", sinniert sie und hat gleichzeitig auch noch viele andere Projekte im Kopf. "Es kommt bald wieder was", verspricht sie am Ende.