Die Lebenshilfe Erlangen-Höchstadt hatte sich seit langem mit der Frage beschäftigt, wie die Suche nach geeigneten qualifizierten Beschäftigten möglichst effektiv gestaltet werden kann. Anfang 2019 ergriff die Lebenshilfe daher die Eigeninitiative und bot in Kooperation mit der Gemeinnützigen Gesellschaft für soziale Dienste (GGSD) einen Vorbereitungskurs für die Externenprüfung zum Heilerziehungspflegehelfer (HEPH) in Herzogenaurach an.

"Wir haben viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die sich trotz fehlender passgenauer Abschlüsse täglich in unsere Arbeit unterstützend einbringen und sich durch ihre Persönlichkeit und durch ihren Einsatz und ihre Offenheit für die Tätigkeiten eignen", sagt Personalleitung Susanna Hüser. "Ihnen wollten wir mit diesem Kurs die Möglichkeit geben, sich berufsbegleitend fachlich weiterzubilden und zu qualifizieren." Die Lebenshilfen sowie die Agentur für Arbeit unterstützten die Teilnehmer finanziell mit der Übernahme der gesamten Kursgebühr sowie einem Ausgleich der Arbeitszeit zur Teilnahme an den Unterrichtseinheiten.

Über ein Jahr lang absolvierten die Kursteilnehmer 400 theoretische Unterrichtseinheiten parallel zu den 400 Praxisstunden in den Einrichtungen den Lebenshilfen der Region. Die Corona-Zeit ging auch an den HEPH-Schülern nicht spurlos vorüber, so dass die Abschlussprüfungen im Frühsommer 2020 unter erschwerten Bedingungen stattfanden. Die Absolventen mussten nicht nur das Lernen und den veränderten Berufsalltag bewältigen, sondern häufig auch noch mit der veränderten familiären Situation jonglieren. Umso größer war die Freude über die bestandenen Prüfungen. Nach erfolgreichem Bestehen dürfen sich die Elf nun "Staatlich anerkannte/r Heilerziehungspflegehelfer/in" nennen. red