In der Gemeinderatssitzung befasste sich das Gremium mit der Gestaltung der Friedhöfe, insbesondere mit der naturverbundenen Urnenbestattung. "Während der Bürgerversammlungen hat es diverse Anträge zur naturnahen Urnenbestattung gegeben", sagte 2. Bürgermeister Andreas Sandwall. Im Herbst sollen die Bauarbeiten beginnen, so dass zum Anfang 2017 die naturnahe Urnenbestattung möglich wäre.
Arno Holzheimer, der in der Gemeinde für das Friedhofs- und Bestattungswesen zuständig ist, gab einen Überblick über die möglichen Flächen auf den Friedhöfen. Gleichzeitig stellte er Vorschläge aus der Bevölkerung vor. In Aschach sei eine Grünfläche vorhanden. "Wir haben hier auch noch eine Urnenwand, die freie Plätze aufweist", erklärte Sandwall. Im Moment bestehe in Aschach seiner Meinung nach aber keine Notwendigkeit, erdnahe Bestattungen anzubieten.


Bäume wurden bevorzugt

In Großenbrach sind zwei Rasenflächen vorhanden, auf denen die geplante Bestattungsform vorgehalten werden könnte. "Hier kam der Vorschlag aus der Bevölkerung, die derzeit bestehenden Bäume wegzunehmen und in der Mitte jeweils einen Baum zu setzen", erläuterte Holzheimer. Zwei Vorschläge seien eingegangen: Einer sieht vor, in der Mitte jeweils einen Rosenstrauch zu pflanzen, der andere spricht von jeweils einem Baum. "Rosensträucher sind aber sehr pflegeintensiv", merkte Holzheimer an. Man einigte sich auf die Bäume.
Auch in Steinach habe man für die erdnahe Urnenbestattung eine Rasenfläche zur Verfügung. Auf dieser befinden sich zwei große Bäume in der Nähe der Friedhofsmauer. "Diese müssen oft ausgeschnitten werden", merkte Holger Tillmann an. "Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir diese entfernen. Wir sollten dies von einem Fachmann prüfen lassen", meinte Sandwall. Aus der Bevölkerung war der Vorschlag gekommen, drei Bäume neu zu pflanzen und eine halbkreisförmige Urnenanlage zu errichten - von einem Kiesweg umrundet. "Ich bin kein Freund vom Anlegen von neuen Wegen in diesem Bereich", sagte der 2. Bürgermeister. "Mir gefällt die Lösung mit den Halbkreisen sehr gut", sagte Uto Paul Schmitt. Geschäftsleiter Thomas Beck machte den Vorschlag, dass man mit einem Halbkreis anfangen könne. Die Bäume sollten gleich gepflanzt werden, da dann gewährleistet sei, dass sie gleichhoch sind.


Abschlussplatten angedacht

Auf dem Friedhof in Bad Bocklet habe man eine freie Rasenfläche, erklärte Holzheimer. Hier könnte man um den zu pflanzenden Baum die erdnahe Urnenbestattung in einem Kreis anbieten. Christian Horn fragte, ob man nach dem Pflanzen der Bäume Abschlussplatten dorthin legen soll, wo später die Gräber entstehen. Dies fand Zustimmung im Gemeinderat.


Muster im Gremium vorstellen

"Bevor die Steine gesetzt werden, sollten dem Gemeinderat Proben der Platten vorgelegt werden, damit man sich für das geeignete Material entscheiden kann", erklärte Sandwall. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, die Planungen des Gemeinderates umzusetzen und die Ergebnisse erneut vorzulegen.