Sieben Frauen und ein Mann haben sich in den vergangenen Wochen bei der Johanniter-Unfall-Hilfe Oberfranken in der Trauerbegleitung weiterbilden lassen, um in Zukunft Kinder und Jugendliche, die ein Eltern- oder Geschwisterteil verloren haben, zur Seite zu stehen.

Das Konzept des Trauerzentrums Lacrima der oberfränkischen Johanniter steht und fällt mit den Ehrenamtlichen. Der Betreuungsschlüssel sieht vor, dass sich ein Ehrenamtlicher maximal um zwei Kinder kümmert.

Elternarbeit

"Unsere Trauerbegleiter bereiten die Gruppenstunden vor und leiten diese, außerdem kümmern sie sich um die Elternarbeit. In der insgesamt 64 Stunden umfassenden Ausbildung werden sie intensiv auf diese Aufgaben vorbereitet", so Leiterin Bernadette Sauerschell.

Für die Trauer der Kinder gibt es oft keinen Raum: Die verbliebenen Eltern sind mit ihrer eigenen Trauer beschäftigt, das Thema Tod oft generell ein Tabu. Im geschützten Rahmen lernen die Kinder und Jugendlichen, über das Erlebte und den Verlust zu sprechen oder über Spielen, Toben, Malen und Basteln Zugang zu ihrer Gefühlswelt zu erhalten.

"Lacrima ist ein wichtiger Beitrag, um die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft - die Kinder - in einer persönlichen Extremsituation zu begleiten", so Werner Herold, einer der Trauerbegleiter.

Kontakt

Aktuell gibt es Lacrima-Gruppen in Bayreuth und Kulmbach. Wer Fragen dazu hat, kann sich unter der Telefonnummer 0951/20879874 oder per E-Mail an lacrima.oberfranken@johanniter.de an das Team von Lacrima wenden. red