Ruhig ist es in den vergangenen Monaten geworden um die St.-Barbara-Kapelle, in Ebern liebevoll Käppele genannt, thront die Kapelle doch auf "Eberns heiligem Berg". Als Ausflugsziel ist sie dauerhaft beliebt.
"Es sind immer wieder Spaziergänger oben", berichteten Rudi Kaspar und Albert Kuhn, die Sprecher der Käppelesbau-freunde bei eiere Besprechung am Freitagabend. Viele schätzen den schönen Ausblick auf Ebern. Doch mittlerweile erreiche die beiden Sprecher aus Eyrichshof, Heubach und Unterpreppach immer häufiger der Wunsch, das nachts beleuchtete Kreuz auch sehen zu können. Um unter anderem diesen Anfragen Rechnung zu tragen, wünschen sich die Käppelesbaufreunde eine Erweiterung des Plateaus in Richtung Westen. "Dort, wo die Senke ist, hinter dem Brunnen, könnte man auffüllen, ein paar Bäume wegnehmen und wir hätten viel mehr Platz." Dann könnte auch das kleine Fest nach der Wallfahrt direkt am Käppele stattfinden, statt wie bisher auf der Wiese unterhalb.


"Arg krumm"

Im Zuge dieser Arbeiten könnten die Treppenstufen, sowohl des alten Wallfahrtsweges durch den Wald und zur Anbindung der Mariengrotte, als auch zum Wiesenweg neu gesetzt werden. "Die hängen schon arg krumm", hieß es in der Runde. Da die Stadt Eigentümer sowohl der Kapelle als auch des Geländes ist, wollen die Verantwortlichen der Gruppe an den Bürgermeister herantreten, um im Gespräch die Möglichkeiten abzustecken und ihre Wünsche vorzubringen. "Wir wollen ja nicht, dass die Stadt alle Arbeiten übernimmt", sagte Rudi Kaspar. Schließlich haben es sich die Käppelesbaufreunde zur Aufgabe gemacht, sich nicht nur um die Kapelle selbst, sondern auch um das Gelände im Umgriff zu kümmern. Dennoch können sie nicht einfach so solche großen Maßnahmen in Angriff nehmen.


Neue Barbarafigur

Um die Kapelle auch im Innenraum weiter auszustatten, wollen die Baufreunde nun eine Barbara-Figur anschaffen. Vorbild wird die Figur sein, die einst auf dem verbrannten Seitenaltar der katholischen Pfarrkirche stand. Diese Figur war beim Brand zwar in Mitleidenschaft gezogen, aber nicht komplett zerstört worden. Nun hat Albert Kuhn einen Schnitzer in der Rhön gefunden, der mit dieser beschädigten Figur arbeiten und nach ihrer Vorlage eine neue Figur anfertigen kann. Zur Andacht am Barbaratag wird die Figur noch nicht fertig sein. Treffpunkt dazu ist am 4. Dezember um 18.30 Uhr am Südtor der "Alten Kaserne". Von dort geht es zur Kapelle, wo um 19 Uhr die Andacht stattfindet.
Die nächste große Feier findet dann bei einer Wallfahrt am dritten Wochenende im Juli statt. "2019 haben wir dann ein Jubiläum, 60 Jahre Einweihung der Kapelle", kündigte Rudi Kaspar an, "dann wollen wir, wie damals, am zweiten Wochenende im Juli feiern." Anregungen, um die Wallfahrt wieder attraktiver zu gestalten, nehmen die Käppelesbaufreunde gerne entgegen. Denn in den letzten Jahren war die Zahl der Teilnehmer immer geringer geworden. kb