Neudrossenfeld — Vor genau einem Jahr hat sich die "FuG" (Für unsere Gemeinde Neudrossenfeld) als Verein gegründet. Exakt 12 Monate später wurde die in der Satzung vorgeschriebene Jahresversammlung abgehalten.
Matthias Deinert begründete den Schritt zur Vereinsgründung damit, dass die "FuG" bei der Kommunalwahl mit über 8000 Stimmen einen klaren Wählerauftrag erhalten habe. Mit der Vereinsstruktur werde die Arbeit auch auf mehrere Schultern verteilt und diese habe sich auch bei der einen oder anderen Veranstaltung als positiv herausgestellt.
Ein großer Erfolg sei der Ferien-Erlebnistag für Kinder und Jugendliche gewesen. FuG-Gemeinderat Harald Kull berichtete aus der Arbeit im Gemeinderat und stellte fest: "Wir haben seit 2014 immerhin bislang 51 Anträge gestellt und konnten dabei schon einige Erfolge verbuchen."
So habe man sich dafür stark gemacht, dass die Stelle des Hausmeisters in der Schule neu besetzt wurde. Was die Beschwerden mit der Geruchsbelästigung im Kanalnetz von Neuenreuth angehe, habe man noch keine Lösung gefunden. Umgesetzt werden konnte die Forderung der FuG-Gemeinderatsfraktion, die Bushaltestelle an der Schule mit einem Gehweg zu verbinden.
Es wurde endlich auch ein Sanierungsplan für das gemeindliche Straßennetz erstellt und vorgelegt. "In der jüngsten Sitzung haben wir davon gehört, dass die CSU diesen Plan schon sehr lange gefordert hat. Immerhin wurden jetzt 385 000 Euro in den Haushalt eingestellt, damit das Straßennetz in diesem Jahr in bestimmten Bereichen saniert wird", sagte Kull.
Erfolg hatte auch das ständige "Bohren" hinsichtlich einer Sanierung der Schultoiletten. "Es hieß zunächst, dass eine Sanierung nicht notwendig sei, aber jetzt wurden im Haushalt 50 000 Euro bereitgestellt. Die Sanierung wird heuer gemacht", so Kull weiter in seinem Bericht.
Die "FuG" habe sich dafür ausgesprochen, im Kernort von Neudrossenfeld weiteren Parkraum zu schaffen. Hier sind mehrere Objekte im Gespräch, aber noch nicht spruchreif. Kull sprach auch das Parkleitsystem an, das derzeit in der Gemeinde angebracht werde. Von Versammlungsteilnehmern wurde die Größe der Hinweistafeln als zu klein empfunden.
Zusammenfassend stellte Gemeinderat Kull fest: "Kein Mensch hat uns das zugetraut und es werden jetzt Sachen umgesetzt, die jahrelang nicht gingen, aber auf einmal geht alles." Große Hoffnungen setzt man in der Gemeinde Neudrossenfeld darauf, dass man als Außenstelle der Landesgartenstelle in Bayreuth profitiere.
Die Mitgliederzahl liegt derzeit bei 49, mit steigender Tendenz. Matthias Deinert gab noch den nächsten Termin bekannt. So wird am 28. März ab 14.00 Uhr an der Geflügelhalle und der Sportanlage ein Ostereiersuchen angeboten, dabei auch mit Kaffee und Kuchen für die Erwachsenen.
In der Aussprache machte Roland Fial deutlich, dass die Bürgerinitiative gegen das Baugebiet Dreschenau nichts mit der "FuG" zu tun habe, aber in der öffentlichen Diskussion immer gern vermischt werde. In der Gemeinde Neudrossenfeld müsse man lernen, dass aus einer Monarchie eine Demokratie geworden ist.
Mit einer Fastenrede von "Bruder Bambus" (Sven Partenfelder) wurde die erste Jahreshauptversammlung der FuG beendet. Die knappe Niederlage bei der Bürgermeisterwahl ist "Bruder Bambus" auch nicht entgangen: "Sie war ein Graus, so gönnen wir es doch dem Anderen, jetzt muss er löffeln die Suppe aus. Die hat ihm sein Vorgänger verhackstückt, der jetzt den Landkreis als stellvertretender Landrat beglückt."