Nach dem Gottesdienst in der Kapelle der heiligen Philomena trafen sich die Neudorfer im Gemeinschaftshaus zusammen mit Pfarrer Michael Herrmann. Dieser sprach hier die Weihegebete, da es draußen schüttete. Zum Segnen der Geräte und des Spielplatzes aber eilte der Geistliche dann doch nach draußen, notdürftig von einem Schirmträger beschützt.
Ortssprecher Jörg Deinlein dankte ihm anschließend für die Weihe. Kurz erzählte Deinlein die Geschichte der Entstehung. Im Frühjahr 2014 habe man mit Alexandra Klemisch, der Kreisfachberaterin für Obst- und Gartenbau vom Landratsamt Bamberg, das betreffende Gelände besichtigt und einen Entwurf an die Gemeinde Scheßlitz eingereicht. Nach der Genehmigung der Anlage begannen das Jahr darauf die ersten Erdarbeiten. Die Pflanzungen erfolgten nach und nach und wurden von den Neudorfern selbst unter der Leitung von Irmgard Engert,der Ersten Vorsitzenden des Obst- und Gartenbauvereins Neudorf, ausgeführt.
Die Gesamtkosten des Spielplatzes betrugen 16 500 Euro, so Deinlein. Zwei Drittel davon übernahm die Firma Naturstrom, die acht Windräder in der Neudorfer Flur errichtet hat. Dafür bedankte er sich ausdrücklich bei deren Vertreter Max Wackwitz. "Ohne Ihre Unterstützung hätte Neudorf diesen herrlichen Spielplatz nie alleine stemmen können", so der Ortssprecher. Die Raiffeisenbank Scheßlitz gab 1000 Euro als Spende, so dass die Stadt Scheßlitz nur noch rund 4000 Euro bezahle musste. Die Ortsbewohner haben etwa 160 Stunden Eigenleistung erbracht.
Neben einem Bolzplatz mit Tor können die Neudorfer Kinder und Jugendlichen noch eine Wippe, zwei Spieltürme, eine Nestschaukel, zwei Kettenschaukeln und ein Federpferd nutzen. Alle Geräte sind aus robustem Robinienholz und verzinktem Stahl gebaut.