Forchheim — Die Stadt Forchheim verkündete in einer Pressemitteilung, bei besonders hartnäckigen und wiederholten Fällen von Zahlungsunwilligkeit künftig Autos zu pfänden.
InFranken.de- und Facebook-Nutzer haben verschiedene Meinungen. So schreibt AntiGravEinheit: "Einerseits ist es juristisch derzeit alles andere als klar, ob der Einsatz von Ventilwächtern zur Durchsetzung von Geldforderungen legal ist. Es spielt keine Rolle, ob das eine Behörde oder eine Privatperson ist, die den Einsatz von Ventilwächtern veranlasst. Andererseits: Wollte man bei meinem Fahrzeug die Ventilkappen abschrauben, geht das schon nur mit Sachbeschädigung."
Daene: "Wer will bei diesem gnadenlosen Inkassoverfahren noch in die fränkische Fair-Trade-Town kommen. Gibt es da überhaupt einen Stadtratsbeschluss ?"
boogieman: "Einfach selber vier Stück kaufen und am eigenen Pkw befestigen. Ein effektiver Diebstahlschutz, und wo schon welche drauf sind, passen auch keine mehr drüber."
Auf Facebook kommentierte zum Beispiel Kevin S.: "Es geht um Leute, die nicht zahlen wollen. Die, die kein Geld mehr haben und nicht zahlen können, haben dann auch wahrscheinlich sowieso kein Auto mehr, das gepfändet werden kann."
Nadja K.: "Da haben wir es halt wieder, Forchheim: die Stadt ohne Mitleid."
Torsten P.: "Bin mal gespannt, wann es aufgrund dieser Ventile zu einem Unfall kommt. Ob die Stadt zur Verantwortung gezogen wird? In Paris sind Krallen verboten, weil zu viel passiert ist und die Stadt zu Recht verantwortlich gemacht wurde. Da gibt's andere Methoden ohne ein Auto stillzulegen. Wenn alle Methoden versagen, denke ich, ist wohl wirklich kein Geld da."
Peter B.: "Das macht Forchheim noch unsympathischer."
Gerd K.: "Schulden bezahlen und alles ist gut." haj