Seit einem Jahr ist Sonja Promeuschel Vorsitzende des Vereins Nepalhilfe. Sie habe sich bemüht mit ihren Vorstandskollegen bemüht, die großartige Arbeit ihres Vorgängers Peter Pöhlmann weiterzuentwickeln, sagte sie in der Hauptversammlung. Sie blickte auf das 15-jährige Bestehen der Nepalhilfe. Die Zahl der Mitglieder sei in dieser Zeit von 28 auf 366 angewachsen, die der Patenschaften von zehn auf 180.
Dies erfordere einen immensen Mehraufwand an Büroarbeit, so Promeuschel. Daher habe man im Februar Karin Burger als Teilzeitkraft eingestellt, die vor allem Schatzmeister Stefan Fechner entlaste.
Vier große Reisegruppen waren laut Vorsitzender von Mitte August bis Mitte November in Nepal unterwegs, um zu helfen. Im September habe eine Kulmbacher Abordnung das Schwerpunktprojekt in Malekhu besucht. Burcin Bali von der Firma Dechant habe ein Toiletten- und Waschgebäude geplant, das die vielen freiwilligen Helfer mit den bauwilligen Familien und Helfern aus Nepal im Rohbau erstellten. Die Firma Raps habe Mitarbeiter für diese ehrenamtliche Arbeit freigestellt, die Adalbert-Raps-Stiftung den Einsatz der Handwerkerteams bezahlt. Auch dankte sie der Firma Meile und den zwei Handwerkern auf Wanderschaft, die die Bauarbeiten unterstützten.


Zahnärzte vor Ort

Die Zahnärzte Karl Feldmann, Brigitte Thomas und Gerhard Kälber hätten in der Gesundheitsstation die Zähne der Kinder untersucht und behandelt. Eine großartige Sache sei die Vergabe der vielen Mikro-Kredite gewesen. "Sie sind ein Segen für die Menschen in Malekhu. Das Gleiche gilt für die vielen Schul- und Ausbildungspatenschaften", sagte Promeuschel.
Eingeweiht werden konnte der Vorsitzenden zufolge das neue Grundschulgebäude mit sechs Klassenräumen, das von der Aktion "Sternstunden" mitfinanziert wurde. Auf dem Dach sei eine Photovoltaikanlage errichtet worden, um die Stromversorgung zu gewährleisten.
Das neue Hauptschulgebäude mit vier Klassenräume sei mithilfe des Lions-Hilfswerks und des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit im Februar eingeweiht worden, fuhr die Rednerin fort.
Auf den Dächern der Patenhäuschen seien 122 Photovoltaikanlagen installiert worden. Das Licht ermögliche es den Schulkindern, auch abends noch zu lernen. Fast 400 Schulkinder bekämen täglich eine Mahlzeit.
Besucht worden seien ferner das Altenheim in Pashupathinath und das Siddi-Memorial-Hospital in Bakthapur. "Auch dieses Jahr werden wir wahrscheinlich mit fünf Reisegruppen nach Nepal reisen, um zu helfen. Wir bauen weitere Häuser und Sanitärzellen", kündigte Promeuschel an.
Nach den Wahlen gehe Nepal "endlich in Richtung einer politischen Stabilität", sagte die Vorsitzende. Die Nepalesen seien voller Hoffnung. Der neue Premierminister sei sehr beliebt. Doch jede positive Veränderung, die er vorhabe, koste Geld, das der Staat nicht habe. Abschließend zeigte sich die Vorsitzende stolz, dass die Nepalhilfe Kulmbach für ihr Engagement mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Kulmbach ausgezeichnet wurde.


20 Häuser stehen schon

Peter und Tobias Geißler, die bei der Firma Raps arbeiten, und über die Raps-Stiftung schon mehrfach an Hausbau-Projekten in Malekhu teilnahmen, berichteten von den jüngsten Aktivitäten. Bisher seien 36 Häuser von der Nepalhilfe genehmigt und unterstützt worden, 20 seien bereits fertig.