Frühling, Sonne, blühende Wiesen - Naturfreunde und Erholungssuchende fühlen sich aufgrund der ungeheuren Farbenpracht und Artenvielfalt momentan besonders von Wiesen und Schilfflächen in der Mainaue angezogen. Aber Bekassine, Kiebitz, Zwergdommel und andere vom Aussterben bedrohte Vogelarten nutzen diese Feuchtgebiete zur Brut und ziehen dort derzeit ihren Nachwuchs groß. Birgit Binzenhöfer, Gebietsbetreuerin des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) aus dem Landkreis Haßberge, bittet in Zusammenarbeit mit dem Bund Naturschutz Bayern und der Unteren Naturschutzbehörde (Landratsamt Haßberge) deshalb alle Naturfreunde um Vorsicht und Rücksichtnahme: Jeder könne im Frühjahr dazu beitragen, dass die gefährdeten Feld- und Wiesenvögel sowie Röhrichtbrüter ihren Nachwuchs durchbringen - ohne selbst auf Erholung und Naturerlebnis verzichten zu müssen.

Kritisch ist vor allem die Frühlingszeit bis in den Juli. Gerade in dieser Zeit ziehen zahl-reiche brütende Vogelarten in Wiesen, Äckern und Schilfbeständen ihre Jungen groß. Spaziergänger und Wanderer sollen Hunde anleinen und Hundekot im Müll entsorgen, auf ausgewiesenen Wegen bleiben sowie sich ruhig verhalten.

In Wiesen- und Röhrichtbrüter-Lebensräumen wie in den Vogelschutzgebieten am Main zwischen Dippach und Wonfurt gibt es eine spezielle Besucherlenkung durch Hinweisschilder. So zum Beispiel an den Beobachtungstürmen am Sichelsee in Augsfeld und bei Dippach oder an den Naturerlebniswegen in Ziegelanger und Knetzgau. red