Veronika Schadeck

Kronach — Wie können Bäche und Flüsse in gutem Zustand erhalten werden? Darum ging es beim Gewässernachbarschaftstag in Kronach. Das ist ein Netzwerk auf der Ebene der Landkreise, an der Praktiker aus den Kommunen und Pflegeverbänden teilnehmen.
Naturnahe Bäche, das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie, sind ein Gewinn für alle, so Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein, der am Dienstag beim Gewässernachbarschaftstag in Kronach der Hausherr war. Nicht nur der Mensch soll sich an den Bächen wohlfühlen, sondern auch die heimischen Pflanzen und Tiere, meinte der Bürgermeister. Gelungene Beispiele wie am Ausgraben in Friedrichsburg oder am Dorfgraben in Neuses würden zeigen, dass bereits mit kleinen Maßnahmen die Bäche wieder naturnäher werden können. Auch damit leiste man einen Beitrag zur Wasserrahmenrichtlinie.
Die Umsetzung dieser Richtlinie stand auf der Tagesordnung. Praktiker aus den Gemeinden und Behörden diskutierten gemeinsam, wie das Ziel, nämlich naturnahe Bäche und Flüsse in gutem Zustand zu erhalten, umgesetzt werden kann und wie dabei die Kommunen unterstützt werden können.
Gegen Mittag stand eine Exkursion an die Gewässer der Stadt Kronach auf dem Programm. An der Kronach wurden das Biegenwehr und die beiden oberhalb gelegenenen Abstürze durch sogenannte alternierende Beckenpässe für Wasserlebewesen wieder durchgängig gemacht.
Die Kommunen, in deren Verantwortung die kleinen Bäche liegen, werden bei der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie nicht alleine gelassen. Finanzielle Unterstützung kommt vom Freistaat Bayern. Der Berater der Gewässer-Nachbarschaft im Landkreis Kronach ist Michael Richter. Er ist hauptberuflich am Wasserwirtschaftsamt Kronach beschäftigt.