Prächting — Vor 35 Jahren wurden auf Initiative des damaligen Kreisfachberaters Josef Schröder nach einer Idee des Dirigenten der Kelbachtaler Blasmusik Prächting zwei Rundwanderwege markiert. Seither sind die vier Wanderwarte der Musikanten, Anton Zenk, Erwin Fuß, Phi lipp Kropp und Alfred Lieb, jährlich im Frühjahr und Herbst in den ihnen zugeteilten Streckenabschnitten unterwegs gewesen, um nach dem Rechten zu schauen. So waren vor allem die fehlenden Wegzeichen immer wieder zu ergänzen, die von manchem Wanderer als Souvenir leider sehr oft abmontiert wurden.
Eine Bildtafel bei der "Alten Schule" in Prächting ist der Ausgangsort der beiden Rundwanderwege am Albrand des fränkischen Jura. Hier findet der Naturfreund noch Ruhe und Erholung abseits der Hauptstraßen. Vorbei an Brunnen und Bächen, an Martern und Baudenkmälern, über Mischwaldhöhen und Lichtungen mit den schönsten Aussichten ins fränkische und thüringische Land, kann auf diesen Routen der Wanderdurst gestillt werden. Folgt man der Markierung, einem grünen Notenschlüssel auf einem gelben Täfelchen, so gelangt man zum Hochbehälter der Fernwasserversorgung Oberfranken. Über einen kurzen Anstieg führt der Weg zum Gipfel des Ansberges mit der St. Veitskirche, die von der größten geschlossenen Lindengruppe Europas umrahmt wird. Von dort ist bei klarem Wetter die Veste Coburg und die Altenburg bei Bamberg aber auch die Giechburg zu sehen.

Entscheidung an der Küpser Linde

Nach einer kleinen Verschnaufpause geht es weiter zum Burgstall und zur Küpser Linde. Hier trennen sich die beiden Strecken: Der kleine Weg zweigt hier nach rechts ab und führt über Kümmel an Hügelgräbern, die etwas versteckt im Wald liegen, vorbei zum Ausgangsort Prächting zurück.
Der Wanderer kann diese acht Kilometer lange Tour in 2,5 Stunden bewältigen. Der große Rundwanderweg führt auf der Hochfläche an der Küpser Linde gerade aus weiter und erreicht schließlich die Ortsverbindungsstraße zwischen Krögelhof und Kleukheim. Dort zweigt die Wegstrecke in einen Feldweg ab, vorbei an der ehemaligen US-Raketenstellung - dem heutigen "Schönstatt Zentrum Marienberg" bei Dörrnwasserlos - zum Kalten Elsen, und zur Felsenkrone der Hohen Metze mit einer herrlichen Aussicht in den Bamberger Kessel. Von hier weist die Markierung hinunter nach Roschlaub und weiter nach Kleukheim, wo sich ein Rundgang durch die blumengeschmückte Ortschaft mit ihren Fachwerkhäusern lohnen wird.
Von den Eindrücken bereichert geht man nun ein Stück auf der Straße nach Oberleiterbach, und biegt schließlich auf der Höhe zum Wäldchen am Rothenberg rechts ab. An dieser Stelle bietet sich die einmalige Gelegenheit, die gesamte zurückgelegte Route zu überblicken. Die letzte Teilstrecke, zurück zum Ausgangsort Prächting, gewährt eine schöne Aussicht auf die gepflegten Parkanlagen des Bezirksklinikums Kutzenberg und die Hankirche. Ein Besuch dieser herrlichen, ehemaligen Wallfahrtskirche mit seinem preisgekrönten grünen Friedhof, bildet den Abschluss nach etwa 24 Kilometern Wanderweg, ehe man in Prächting fränkische Gastlichkeit genießen kann.
Am Samstag, 13. September starten die Prächtinger Musikanten mit ihren Familien zu diesem "Jubiläumswandertag". Wanderlustige Gäste sind hierzu herzlich eingeladen. Treffpunkt ist der Parkplatz am Kulturhaus in Prächting um 9.30 Uhr. Eine größere Rast ist bei der Schutzhütte an der "Küpser Linde" eingeplant. Für Verpflegung ist dabei gesorgt. Hierzu ist aus organisatorischen Gründen eine Anmeldung bei Kathrin Geglein unter Tel. 09573/310596 oder per Email an: 2.vorsitzende@kelbachtaler-blasmusik.de erforderlich. red