Der FSV Erlangen-Bruck braucht nach der Derbypleite bei Mitaufsteiger Forchheim gegen Aschaffenburg dringend ein Erfolgserlebnis in der Bayernliga. Landesligist ATSV Erlangen und Bezirksligist FC Herzogenaurach wollen ihren ersten Platz gegen Kellerkinder verteidigen.
Die SpVgg Heßdorf trifft zum ersten Mal seit fünf Jahren auf den ebenfalls zwischen Kreis und Bezirk pendelnden SV Tennenlohe. Auf dem Papier chancenlos scheint der FC Thüngfeld in der Kreisklasse Bamberg 3 gegen Spitzenreiter Pettstadt.


Bayernliga Nord

FSV Erlangen-Bruck (17.) -
SV Aschaffenburg (6.)
Spätestens nach der Pleite beim Jahn ist der FSV auf dem harten Boden der Bayernliga angekommen. Nur noch eine Mannschaft steht hinter dem Aufsteiger, der bereits 18 Gegentore kassierte. Der ehemalige Regionalligist, der von Ex-Profi Jochen Seitz trainiert wird, musste erst drei Treffer hinnehmen - bei seiner einzigen Niederlage gegen Aubstadt. rup


Landesliga Nordost

SpVgg Bayreuth II (12.) -
ATSV Erlangen (1.)
Der ATSV hat die meisten Tore erzielt (19), die wenigsten Gegentore kassiert (3) und nach sechs Spielen die meisten Punkte eingefahren (16.). Auf dem Weg Richtung Bayernliga liegen die Erlanger also voll im Plan. Heute (15 Uhr) fahren die Zugänge Sebastian Glasner und Michael Krämer zu ihrem Ex-Klub, wo sie in der vergangenen Saison zwar hauptsächlich für die Regionalliga-Mannschaft zum Einsatz kamen, aber auch eine Partie für die Reserve absolvierten. Die SpVgg verlor erst eine Begegnung, trennte sich aber schon vier Mal unentschieden. rup

SpVgg Erlangen (13.) -
FC Lichtenfels (9.)
Beim Kreisligisten in Rehau bekleckerte sich der FC im BFV-Pokal unter der Woche nicht mit Ruhm, womöglich war das knappe 2:1 aber genau die richtige Generalprobe für das heutige Spiel um 15 Uhr. Gegen den Aufsteiger müssen die Korbstädter erneut mit einem kleinen Kader auskommen. Gästetrainer Alexander Grau sagt deshalb: "Ich sehe uns in Erlangen nicht unbedingt als Favoriten." Und verweist auf den guten Saisonstart des Gastgebers: "Die SpVgg legt in jedem Spiel genau die kämpferische und läuferische Einstellung an den Tag, die wir zum Beispiel in Rehau vermissen ließen."
Die homogene Erlanger Truppe komme ähnlich über das Kollektiv wie Lichtenfels und sei sehr unangenehm zu spielen. Selbst Tabellenführer ATSV tat sich zuletzt im Stadtderby schwer und machte den 3:0-Sieg erst am Ende klar. Grau fordert: "Wir müssen wieder so auftreten wie in den letzten beiden Ligaspielen, dann werden wir auch in Erlangen erfolgreich sein." red


Bezirksliga Mittelfranken Nord

FC Herzogenaurach (1.) -
FCB-Kickers Nbg (14.)
Nach dem Pokalspiel gegen Vach unter der Woche, bei dem überwiegend Nachwuchsspieler zum Einsatz kamen, baut FCH-Trainer Jakob Karches wieder auf bewährte Kräfte. Noch ist allerdings nicht klar, wie schwerwiegend die Verletzungen der beiden Defensiven Jens Reinhardt und William Rahe (Platzwunde am Kopf) sind und wie sich die geschonten, angeschlagenen Akteure Karches, Michael Thomann und Eric Stübing regeneriert haben. Länger fehlen werden Jochen Staniszewski (Schultereckgelenk) und Alexander Ronneburg (Bänder).
Die seit zehn Jahren von Jasim Halilic trainierten Bayern-Kickers sind nach zwei Heimpleiten und einem Remis schlecht gestartet. Auch gegen die "Pumas" gab es in der vergangenen Saison ein Unentschieden, das Rückspiel gewannen die Nürnberger aber souverän mit 4:1. Ein Auge sollten die Gastgeber auf die Toptorschützen der "Bakis", Cihan Kiymaz und Ali Rashid Alhassan, werfen, um ihre fast makellose Bilanz mit nur einem Gegentreffer zu behalten. Zu Gast in Herzogenaurach ist am Sonntag um 15 Uhr auch Ex-Club-Profi Juri Judt (31), FCB-Zugang aus der vergangenen Rückrunde. uz


Kreisliga 1 ER/PEG

SpVgg Heßdorf (3.) -
SV Tennenlohe (5.)
Vor dem Saisonauftakt gab es bei der SpVgg zahlreiche Fragezeichen. Trainer Joachim Schwarz beerbte Michael Green, in der Startelf standen zahlreiche neue Gesichter. Umso erleichterter waren die Heßdorfer, dass gegen den ambitionierten Aufsteiger ATSV Erlangen II ein deutlicher Auswärtssieg gelang. "Anfangs war die Mannschaft etwas nervös, aber durch unsere Grundtugenden Zweikampfstärke und Geschlossenheit haben wir ins Spiel gefunden", erklärt Co-Trainer Michael Hofmann. "Das glückliche 1:0 hat uns in die Karten gespielt."
Mit dem Bezirksliga-Absteiger kommt morgen um 15 Uhr ein Gegner, der zum Start mit 3:0 gegen den TSV Lonnerstadt gewann. "Tennenlohe zähle ich zu den Topteams, daher kann man sich auf ein richtiges Spitzenspiel freuen", sagt Hofmann. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Bezirksliga-Saison 2011/12 gewann die SpVgg mit 2:1, das Hinspiel endete 1:1. mho


A-Klasse 1 ER/PEG

SC Münchaurach (14.) -
SV Bubenreuth (5.)
Den Saisonauftakt hat sich Münchaurach anders vorgestellt, gegen Aufsteiger DJK Erlangen II kassierte der SC eine 2:5-Klatsche. Zu allem Überfluss verletzte sich Stürmer Christian Rohr am Sprunggelenk, hinter seinem Einsatz am Sonntag (15 Uhr) steht ein großes Fragezeichen. "Wir wollen im ersten Heimspiel natürlich die ersten Punkte einfahren", sagt SC-Trainer Roland Müller, der die Gäste dennoch in der Favoritenrolle sieht. Die "Eichenblätter" starteten mit einem Sieg, Thomas Baier will die ersten drei Punkte jedoch nicht überbewerten. "Aufgrund der vielen Urlauber sind die Spiele im August und Anfang September nicht so aussagekräftig", erklärt der Übungsleiter, der in seiner Karriere noch nie in Münchaurach gespielt hat. zme


Kreisklasse Bamberg 3

FC Thüngfeld (15.) -
SV Pettstadt (1.)
Zwei völlig unterschiedliche Saisonstarts legten Pettstadt und Thüngfeld hin, am Sonntag (15 Uhr) treffen sie im Schlüsselfelder Stadtteil aufeinander. Während der via Relegation aus der Kreisliga abgestiegene SV seine Ambitionen auf die direkte Rückkehr in Aschbach (4:1) und gegen Stegaurach II (5:1) untermauerte, wartet der FC nach Niederlagen gegen Sambach/Steppach (1:3) und Schnaid/Rothensand (0:1) auf den ersten Zähler. Neu-Coach Jürgen Schneider wird gegen den Spitzenreiter alles versuchen, um den Bock umzustoßen.
Die Pettstadter dürften aber mit viel Selbstvertrauen anreisen und wollen ihren Platz an der Sonne festigen. Trainerroutinier Roland Strohmer, der mit seinem Team "einen guten Fußball spielen" und "irgendwann zurück in die Kreisliga" möchte, wird die Gastgeber nicht unterschätzen und seine Truppe optimal einstellen, damit auch das dritte Saisonspiel erfolgreich gestaltet werden kann. trö


A-Klasse Bamberg 1

FC Pommersfelden (3.) -
FC Frimmersdorf (4.)
Mit den beiden ungeschlagenen und punktgleichen FCs treffen am Sonntag um 15 Uhr zwei Mannschaften aufeinander, die in der jüngeren Vergangenheit stets zu den Top-Teams der Liga zählten. "Wir sind mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden", sagt Pommersfeldens Spielertrainer Roland Kleebauer. Die Partie beim verstärkten SV Priesendorf - laut Kleebauer der "erwartet starke Gegner" - endete mit einem Unentschieden, gegen Röbersdorf II gewann der FCP souverän mit 5:1.
Auch Frimmersdorf remisierte gegen Priesendorf. Laut Kapitän Matthias Neuhäuser "zwei verschenkte Punkte". Gegen Absteiger Trailsdorf war dafür ein Auftakt nach Maß gelungen (4:1). "Uns fehlen morgen zwei, drei Spieler", berichtet Neuhäuser. Kleebauer hingegen kann aus dem Vollen schöpfen, so dass "nicht alle, die einsetzbar sind, zum Einsatz kommen können".
"Pommersfelden ist ein sehr starker Gegner, der uns die letzten Jahre mehrfach alt aussehen ließ", erinnert sich Neuhäuser. "Frimmersdorf, aber auch uns sehe ich als Mitfavoriten um den Aufstieg", erklärt Kleebauer. Neuhäuser stimmt zu: "Der Aufstieg wird unter drei, vier Teams ausgemacht, wozu wir beide zählen. Die besseren Karten hat wohl aber der FCP, da bei uns demnächst wieder viele Studenten fehlen." neu