War vor Jahren noch im Gespräch, die Bürgerversammlungen in Ober- und Unterlauter aufgrund geringer Beteiligung der Bürger zusammenzulegen, hat sich diese Überlegung derzeit völlig erledigt. Sowohl in Oberlauter als auch in Unterlauter waren die Veranstaltungen sehr gut besucht.
Wie bei vielen anderen Bürgerversammlungen auch standen in Lautertal ebenfalls verkehrstechnische Probleme im Vordergrund. So brachte Axel Stiller seine Anregung vom letzten Jahr, den Fußweg zwischen Unter- und Oberlauter entlang des Fröschengrabens mit einer Beleuchtung zu versehen, in Erinnerung. Brigitte Zapf verdeutlichte, dass einige Flurbereinigungswege öfters stark verschmutzt seien, was Fußgänger immer wieder beeinträchtige. Thomas Rank monierte, dass der Weg zwischen Kläranlage und Bertelsdorf für Radfahrer nicht optimal sei. Bürgermeister Sebastian Straubel (CSU) klärte auf, dass sich dieser Weg nicht im Gemeindebesitz befinde, sondern Eigentum der Flurbereinigungsgenossenschaft sei.


"Nicht eindeutig"

Nach Ansicht von Ludwig Pausch wird im verkehrsberuhigten Bereich der Zentstraße, vor allem von den "Transporteuren der Kinder" zu schnell gefahren. Auch war er der Meinung, dass die Vorfahrtsregel bei der Ausfahrt von der Zentstraße in die Rödentaler Straße nicht eindeutig sei, außerdem halte er das Verkehrsschild in der Rödentaler Straße, das nach der Einmündung der Zentstraße auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometer hinweist, für überflüssig. Zweiter Bürgermeister Martin Rebhan (SPD) sagte, dass das 50-km/h-Schild aufgestellt werden müsse, weil ansonsten für Fahrzeugführer weiterhin die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gelte, die etwa 500 Meter zuvor geboten wurde. "Geschwindigkeitsbegrenzungen werden durch Einmündungen oder Straßenkreuzungen nicht aufgehoben", erklärte Rebhan. Auch sei die angesprochene Vorfahrtsregelung eindeutig. Wer aus einem verkehrsberuhigten Bereich herausfahre, befinde sich demnach auf der untergeordneten Straße.
Mit einer kleinen Überraschung wartete Stefan Schorr auf. Er hat nämlich in der Meederer Straße im Ortseingangsbereich (von Beuerfeld kommend) eine eigene Geschwindigkeitsmessung durchgeführt. So haben an einem Tag 2639 Fahrzeuge seine Sensoren passiert. Das Ergebnis war überraschend. Höchstgeschwindigkeit bei erlaubten 50 km/h: 139 km/h. Bei 139 Fahrzeugen konnte ein Tempo von über 80 km/h gemessen werden. Bei 2274 Fahrzeugen lag die Geschwindigkeit zwischen 45 und 55 km/h. "Alle anderen waren schneller", ließ Stephan Schorr wissen. Bürgermeister Sebastian Straubel sagte zu, an den von den beiden Bürgern genannten Punkten die gemeindeeigene Geschwindigkeitsmesstafel aufzubauen, um dann die so gewonnen Erkenntnisse mit der Polizei zu besprechen.
Stefan Knoch sprach die Parksituation im Geldner Weg an, die offensichtlich alles andere als erbaulich ist. "Durch Lkw wird die Straße oft komplett zugestellt", war von ihm zu hören. Gesprächsthema war wieder einmal der nicht vorhandene Gehweg am Ortsausgang von Unterlauter in Richtung Coburg.
Bürgermeister Straubel machte deutlich, dass dies in den Aufgabenbereich des Landkreises falle. Da eine solche Maßnahme mit hohen Kosten verbunden sei - Straubel sprach von etwa 500 000 Euro -, geht der Bürgermeister davon aus, dass dies nicht von heute auf morgen umgesetzt wird. Und auch die Straßenausbaubeitragssatzung wurde in Unterlauter thematisiert. Herbert Hüls sprach von einem "ungerechten Gesetz". mr