Mit gut 40 Aktiven und Interessierten war der Vernetzungsabend zu "Forchheim wandelt sich" im "Don-Bosco-Stüberl" in Forchheim gut besucht, wie es in einer Mitteilung heißt. Die Veranstalter, Energie- und Klima-Allianz Forchheim, katholische Erwachsenenbildung Forchheim und die junge Initiative "Transition Forchheim", hatten neben örtlichen Gruppierungen auch "Zukunft Gößweinstein" und "Bluepingu Fürth" eingeladen.

Klaus-Dieter Preis berichtete vom Verein "Zukunft Gößweinstein" und den dortigen Entwicklungen, auch im Zusammenhang mit der neu gegründeten "Öko-Modellregion Fränkische Schweiz". "Nicht wenige Landwirte in der Fränkischen Schweiz führen bereits Biobetriebe oder arbeiten gezielt regional und tierverträglich", sagte Preis. Interessierte sind zu einer weiteren Veranstaltung am 27. Februar ab 19 Uhr in den Gasthof "Zur guten Einkehr" in Morschreuth eingeladen.

Solidarische Landwirtschaft

Steffi Angerstein vom Vorstand der Solawi (Solidarische Landwirtschaft) berichtete von deren Zielen: "Gemeinschaftlich und vor Ort unser Gemüse anbauen, das möchte die Solawi Ebermannstadt", sagte sie. "Nach eineinhalb Jahren Vorbereitungszeit beginnt der Anbau im März. Er wird durch einen festen Monatsbeitrag finanziert. Vertrauen ist die Basis beim Abholen der Ernte einmal in der Woche."

Christina Lenzen stellte das Reparatur-Café vor, das, initiiert von der Naturstrom AG und dem Landratsamt, seit mehreren Jahren in Forchheim mehrmals im Jahr im "Pack mer's" stattfindet. "Die Nachfrage am Reparatur-Café ist groß. Es kommen immer sehr viele Menschen zu uns, die alte Gegenstände reparieren lassen möchten. Für die zusätzlichen Termine brauchen wir dringend noch weitere Reparierer." Gesucht würden vor allem Elektroniker, Elektriker, Mechaniker, aber auch Schneider. Der nächste Reparatur-Café-Termine ist am Samstag, 8. Februar, von 15 bis 18 Uhr bei "Verklärung Christi".

25 Hochbeete im Stadtgarten

Einen Stadtgarten gibt es in Forchheim schon seit 2015. Bewirtschaftet werden 25 Hochbeete auf der "Roten Mauer" zwischen Amtsgericht und Martinschule. Träger des Projekts ist der Förderverein Forchheimer Bastionsgärten.

Drei weitere neue Projekte in Forchheim wurden von Katinka Uebel vorgestellt. Eine Gruppe beschäftigt sich demnach in Forchheim mit der Idee einer "essbaren Stadt". Das Ideenspektrum reiche etwa von Baumpatenschaften über einen Gemeinschaftsacker bis hin zu Beeten oder Hochbeeten für die Allgemeinheit. Eine andere Gruppe beschäftigt sich mit "Tauschen und Verschenken". Auf Ideen und Verstärkung hofft laut Uebel derweil noch eine dritte Gruppe, die Lebensmittel retten und damit zum Beispiel gemeinsam kochen möchte.

Carsharing in Forchheim

Emmerich Huber, Vorstandsmitglied der Bürger-für-Bürger Energie, berichtete vom angedachten Carsharing in Forchheim, das mit zwei Elektroautos starten soll. Circa 50 ernsthaft Interessierte wären nötig, um die Finanzierung sicherzustellen, berichtete er. Bisher hätten sich elf Interessenten gemeldet. Was fehle, sei außerdem das Kooperationsangebot von Stadt und Stadtwerken Forchheim. red