von unserer Mitarbeiterin 
Veronika Schadeck

Tettau — Bei der Jahresabschlusssitzung am Montagabend bedankten sich Bürgermeister Peter Ebertsch und Michael Müller (BL) für die Zusammenarbeit. Auch Heiko Nebatz (SPD) sprach seinen Dank aus, gleichzeitig übte er aber Kritik. Die von Bürgermeister Peter Ebertsch vorgebrachten Leistungen bei der Bürgerversammlung bezeichnete Nebatz als Pflichtaufgaben einer Gemeinde. Weiterhin fragte er nach dem aktuellen Stand bezüglich des Themas "eigene Wasserversorgung" im Markt Tettau.
Nebatz sprach weiter von maroden Straßen in Tettau. Die Gemeinde sollte zumindest eine Straße pro Jahr sanieren. Seinen Unmut äußerte er wegen der Festhalle. Nebatz kritisierte, dass bei der Entscheidung für die Anschaffung einer neuen Bühnen- und Beleuchtungstechnik die Vereine nicht mit einbezogen worden seien.
Bürgermeister Peter Ebertsch wies auf die finanzielle Situation der Gemeinde hin. Er gab zu bedenken, dass eventuell die Gemeinde bei der Sanierung von Straßen nicht umhin käme, die seit Jahren existierende Straßenausbaubeitragssatzung auf die Bürger umzulegen. Er wies des Weiteren darauf hin, dass beim Thema "eigene Wasserversorgung" eine Entwurfsplanung in Auftrag gegeben worden sei. Die Ergebnisse würden im Januar erwartet. Danach werden diese beim Landratsamt eingereicht. Dort soll geprüft werden, ob der Markt ein Wasserrecht bekommt und ob Wasserschutzgebiete ausgewiesen werden können.
Ohne Gegenstimme befürwortete das Gremium, an den Stephanusdienst und an das BRK jeweils 283 Euro Zuschüsse zu verteilen. Weiterhin kann sich die VHS, Außenstelle Tettau, über eine Unterstützung in Höhe von 154 Euro freuen.
Bei der Breitbandversorgung befürworteten die Mandatsträger, die weiteren Verfahrensschritte beim Förderverfahren mit 3540 Euro zu unterstützen. Der Markt folgte somit den Ausführungen des Büros IK-T, dessen Vertreter in der Kreistagssitzung am Montag darauf hingewiesen hatten, dass bei einer interkommunalen Zusammenarbeit ein neuer Förderhöchstbetrag möglich sei. Beim Punkt Umbenennung der Christian-Hammerschmidt-Straße in "Klein-Lichtenhain" sprach sich das Gremium dafür aus, den bisherigen Namen beizubehalten und ein Stück Metallzaun mit Infotafeln anzubringen. Man will daran erinnern, dass in diesem Gebiet einst Westdeutsche auf Ostgebieten ihr Eigentum hatten. Die Häuser wurden später abgerissen.
Unter Punkt "Sonstiges" äußerte Helmut Neubauer (BL) die Befürchtung, dass Tettau "zuwächst". Deshalb stellte er auch den Antrag, in der nächsten Sitzung Luftaufnahmen zeigen zu dürfen. Den Gemeinderäten soll damit ein entsprechendes Bild ihrer Gemeinde vermittelt werden. Er ließ keinen Zweifel daran, dass bestimmte Bereiche von Tettau vom Baumbewuchs "freigelegt" werden müssten. Ines Pechtold (BfT) sprach von feuchten Außenwänden im Kindergarten. Ihm sei die Problematik bekannt, so Ebertsch. Es müssen zuerst die Ursachen festgestellt werden, danach werde die Gemeinde handeln und den Zustand beseitigen müssen.