von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Weisendorf — Damit hatte der langjährige geschäftsleitende Beamte des Marktes Weisendorf Gerhard Meyer nicht gerechnet, als er von Bürgermeister Heinrich Süß (UWG) in den Sitzungssaal gebeten wurde. Auf ihn warteten neben Landrat Alexander Tritthart (CSU) und den Bürgermeistern der Zweckverbände auch die Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofes.
"Jeder Anfang kommt einmal an ein Ende", erklärte Bürgermeister Süß und meinte damit den Ruhestand des Verwaltungsleiters, den er nach einer fast 34-jährigen Dienstzeit in Weisendorf jetzt antreten wird. Um der Hektik der letzten Tage mit der Übergabe an die Nachfolgerin Eva Fröhlich etwas aus dem Weg zu gehen, beraumte der Bürgermeister eine Feierstunde an.
In seiner Ansprache erinnerte Süß an den 1. Januar 1982, an dem Verwaltungsoberinspektor Gerhard Meyer voller Tatendrang im Amtmannshaus als geschäftsleitender Beamter seinen Dienst antrat. Der ehrenamtliche Bürgermeister Michael Trescher war damals das Gemeindeoberhaupt, fünf Verwaltungsangestellte und Gerhard Meyer verwalteten die damals 3800 Einwohner.
In den 80er-Jahren musste Meyer mit dem Aufbau der Wasserversorgung durch den Zweckverband Seebachgruppe und der Abwasseranlagen mit der Überleitung nach Erlangen gleich größere Projekte in Angriff nehmen. Dazu kam die Ausweisung von Baugebieten entlang der Neustadter Straße und des Baugebiets am Mühlweiher. Der Bau der Mehrzweckhalle und der Grundschule II waren weitere wichtige Schritte.
In den folgenden Jahren kamen das Gewerbegebiet Ost und weitere Wohnbaugebiete, zum Beispiel die Gerbersleite, hinzu. Die Ortskernsanierung wurde in Angriff genommen und mit dem gerade laufenden Breitbandausbau wurden weitere wichtige Weichen für die Zukunft gestellt. "Obwohl dies nur ein kleiner Auszug aus den Themen Ihrer Dienstzeit war, sieht man schon, dass es ein breites Feld zu beackern gab", erklärte Bürgermeister Süß in Richtung von Gerhard Meyer.


Nachfolgerin ist schon im Dienst

Der Abschied aus dem Rathaus sei nicht nur ein Ende, sondern auch ein Anfang, nämlich für die schönen Dinge und für die Familie. Zum Abschied gab es von der Gemeinde unter anderem ein Aquarellbild des Rathauses, viele Dankesworte der Referatsleiter und natürlich weitere Geschenke der Verwaltungsangestellten, Grußworte der Nachbarbürgermeister und von Meyers Nachfolgerin Eva Fröhlich, die am 1. Oktober ihren Dienst antrat.