Die Landesmusikräte zahlreicher Bundesländer wie zum Beispiel auch Bayern haben die Orgel zum "Instrument des Jahres 2021" gekürt. Nachdem 2018 Orgelbau und -musik zum immateriellen Unesco-Weltkulturerbe erklärt wurden, soll nun auch mit dieser Initiative der hohe Stellenwert der Orgelmusik im Speziellen und der Kirchenmusik im Allgemeinen unterstrichen werden - zum einen für das kulturelle Leben in Deutschland und zum anderen natürlich für den Verkündigungsauftrag der Kirche.

Das ist tatsächlich auch gerade in dieser Zeit der Pandemie ein besonders wertvolles Signal - denn oftmals sind es, da Gesang und zum Teil auch Bläsermusik vielerorts nicht mehr möglich sind, die Orgeln, die weiterhin für den Klang in den Kirchen und in den Gottesdiensten sorgen und damit Gott loben und den Menschen Mut machen wollen.

Mit der Ott-Orgel in der Spitalkirche und vor allem mit der großen Rieger-Orgel in der Petrikirche darf sich die Petrigemeinde in Kulmbach glücklich schätzen, immer wieder zwei wunderbare Instrumente hören zu dürfen. Daher sollen diese beiden Orgeln den ganzen Sommer über besonders zum Klingen kommen, mal solistisch, doch auch gemeinsam mit Stimmen und Instrumenten.

Musik im Sommer

An den Mittwochabenden ist bereits seit dem ersten Lockdown die Spitalkirche zu musikalischen Gebetszeiten geöffnet. Immer von 18.30 bis 19.30 erklingt dort Musik, für die Menschen, die einen Moment in Ruhe und Einkehr in der Kirche verbringen möchten. Ab Juni wird es dann auch in der Petrikirche solche musikalischen Andachtszeiten geben. Jeden Samstag von 11 bis 12 Uhr wird die große Rieger-Orgel aus dem Jahr 2000 erklingen. Den ganzen Sommer über lädt die Petrigemeinde an diesen Samstagmittagen zum Innehalten, Zuhören, Nachdenken und Beten ein.

Als Auftakt für diesen geistlichen "Orgelsommer" soll es am Pfingstsonntag, 23. Mai, eine ökumenische Aktion der beiden Kulmbacher Kantoren Wolfgang Trottmann und Christian Reitenspieß geben. Die Petrigemeinde und die katholische Pfarrgemeinde Unsere Liebe Frau laden zu drei aufeinanderfolgenden musikalischen Andachten in den Innenstadtkirchen ein.

In jeweils halbstündigen Gebetszeiten besteht die Möglichkeit, bei Musik in den Kirchen einzukehren, um dort Zeit zum Innehalten, Zuhören und Nachdenken zu haben. Beginn ist um 17 Uhr in der Spitalkirche, dort gestalten Pfarrer Ulrich Winkler und Stadt- und Dekanatskantor Christian Reitenspieß die erste halbe Stunde. Nach einem kurzen Spaziergang zur Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau können die Besucher dort die nächste kurze Andacht erleben.Pfarrer Hans Roppelt und Regionalkantor Wolfgang Trottmann laden an dieser zweiten Station ein. Der Beginn wird etwa gegen 17.50 Uhr sein. Das letzte Ziel bei dieser geistlich-musikalischen Prozession ist dann die Petrikirche. Dort beginnt gegen 18.40 die dritte Andacht, dann wieder mit Ulrich Winkler und Christian Reitenspieß.

Da in der Spitalkirche und in der ULF- Stadtpfarrkirche nur ungefähr 40 Personen zulässig sind, wird um Voranmeldung für alle drei Andachten unter der Telefon-nummer 09221/83388 oder per E-Mail an Kirchenmusik.Kulmbach@elkb.de gebeten. Die Kollekte ist jeweils für die Kirchenmusik bestimmt. red