Zu einem Weihnachtssingen lud der Gesangverein Obersdorf in die Hochstadter Pfarrkirche ein. "Hoffentlich wird es nach der staaden Zeit etwas ruhiger." Mit diesem tiefgründigen Zitat von Karl Valentin leitete der Vorsitzende des Gesangvereins, Rainer Tuschl, das Konzert ein. Zur Ruhe kommen und sich auf das Wesentliche besinnen in dieser lauten und hektischen Zeit. Dahin ließen sich die Zuhörer in der voll besetzten Kirche gerne mitnehmen. Unter Leitung von Dirigentin Ingrid Müller eröffnete der gemischte Chor stimmgewaltig mit dem Choral "Öffnet die Tore" das Konzert. Es folgten die Weisen "Der Herr ist nah", "Wir sind auf dem Weg" und "Friede auf Erden".
Ein außergewöhnliches Klangerlebnis bot die Veeh-Harfengruppe aus Weismain. Die vier Damen entlockten ihren Instrumenten getragene, schwebende Töne, die in der Akustik des Kirchenschiffes prächtig zur Geltung kamen und sehr an Weihnachtsklänge aus den oberbayerischen Bergen erinnerten.
Mit dem Gedicht "Weihnachtszeit" regte Klaus Weiß zum Nachdenken an. Die Nachwuchsmusikanten des Hochstadter Musikvereins erfreuten das Publikum mit den Weihnachtsliedern "Tochter Zion", "Was tuat denn da Ochs im Krippei drin" und dem allseits bekannten "Morgen kommt der Weihnachtsmann". Der Gesangverein Obersdorf setzte das Programm fort mit den Liedern "Hört ihr die Engel singen?" und "Stell dir vor, s' ist Weihnachtszeit", gefolgt vom "Andachtsjodler".
Der warme und kraftvolle Klangkörper des Gesangvereins präsentierte sich bei den Stücken "Ein Licht für den Frieden", "Weihnachtsfriede" und "O selige Nacht", bevor das Bläserensemble des Musikvereins wiederum mit instrumentalen Klängen aufwartete. Die sieben Musikanten stellten ihr Können mit den Stücken "Festliches Intermezzo für Bläser", "Als du kamst zur Erde nieder" und "Winter Wonderland" unter Beweis. Gemeinsam mit dem Publikum wurde am Ende das Weihnachtslied "Macht hoch die Tür" gesungen und zur Stärkung gab es Glühwein und Plätzchen. Werner Hauber