Memmelsdorf — Am Samstag, 27. Juni, startet Peter Rosenberg, Erster Konzertmeister der Bamberger Symphoniker, in Zusammenarbeit mit dem Träger- und Förderverein Synagoge Memmelsdorf (Ufr.) eine kleine Konzertreihe. Er bringt Werke von Komponisten, die nach Theresienstadt deportiert wurden, zu Gehör. Ihnen wird jeweils eine Komposition von Ludwig van Beethoven gegenüber gestellt.
Im Programm des ersten Konzerts sind die Passacaglia und Fuga für Streichtrio von Hans Krása (1899-1944) und die Serenade D-Dur, op. 8 für Streichtrio von Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) vorgesehen. Beginn ist um 19 Uhr in der Memmelsdorfer Synagoge. Der Eintritt ist frei.
Krásas Vater stammte aus einer tschechischen, seine Mutter aus einer deutsch-jüdischen Familie. Aufgrund seiner Herkunft wurde Krása von den Nationalsozialisten verfolgt und am 10. August 1942 in das KZ Theresienstadt deportiert.
Dort setzte Krása wie viele andere Künstler dem Schrecken der Massenvernichtung seine künstlerische Selbstbehauptung entgegen.
In Theresienstadt wurde sein wohl bekanntestes Werk, die Kinderoper Brundibár, 55 Mal aufgeführt. In der Nacht zum 16. Oktober 1944 teilte ihn die Kommandantur zu einem Transport nach Auschwitz zu. Dort wurde er sofort nach der Ankunft in der Gaskammer ermordet. red