von unserer Mitarbeiterin 
Stephanie Meissner

Höchstadt — Fünf Abitur-Prüfungen in drei Wochen. Danach folgte für Valeria Schwägerl das Warten auf die Zensuren in denPflichtfächern Mathe und Deutsch und ihren Wahlfächern Musik, Geschichte/Sozialkunde und Italienisch. Inzwischen steht fest: Valeria ist die Jahrgangsbeste. Die 18-Jährige verlässt das Gymnasium in Höchstadt mit dem Notendurchschnitt von 1,0.
Viel Zeit blieb ihr jedoch nicht, um sich darüber klar zu werden, dass der Lebensabschnitt Schule beendet ist. "Es ging alles so schnell. Die Tage war viel zu tun mit Abischerz, Abisport und der Entlassungsfeier am Freitag", erklärt die Abiturientin. "Es wird schon ein komisches Gefühl sein, wenn wir alle nach der Feier nach Hause gehen", sagt die 18-Jährige nachdenklich.
Musik hat Valeria Schwägerl sowohl in der Schule als auch in ihrem Privatleben begleitet. Es ist ihr Lieblingsfach und während ihrer Schulzeit engagierte sie sich darüber hinaus in Schulchor und Orchester, in dem die Abiturientin Geige spielt. Auch das Klavier beherrscht die 18-Jährige sicher. "Mein Vater ist auch sehr musikalisch. Er spielt Klavier und Viola und singt mit Familie und Freunden im Chor Quindici", erzählt Valeria.
Zum Italienischen hat die Schülerin eine ganz besondere Beziehung, denn ihre Mutter Mariangela ist Italienerin und stammt aus Kalabrien ganz im Süden des Landes. "Ich habe mich für die Abiturprüfung und auch schon während der Schulzeit nach Italienisch gerichtet", schmunzelt die Muttersprachlerin.
In der zehnten Klasse war Valeria bereits klar, dass sie Ärztin werden wollte, und deshalb strebte sie einen Einserschnitt an. "Chemie und Physik sind wichtig für das Medizinstudium. Ich habe die Fächer in der zehnten Klasse mit zwei Einsen abgelegt", erzählt die Schülerin. Sie sei schon immer sehr ehrgeizig gewesen und habe in der Kollegstufe schon ihr Ziel Medizinstudium vor Augen gehabt und darauf hingearbeitet. Außerdem hat sich Valeria während der Schulzeit im Schulsanitätsdienst und als Jahrgangsstufensprecherin engagiert.
Neben der Schule darf natürlich auch ein Ausgleich nicht fehlen. Die 18-Jährige geht zweimal zum Ballett in Höchstadt, spielt Tennis beim TSC und geht gelegentlich Joggen. Zeit für die Familie muss im vollen Stundenplan auch Platz sein. Zwei Schwestern, Francesca (21) und Chiara (20), sowie einen Bruder Simon (10) hat die angehende Medizinstudentin.
Schwester Francesca studiert bereits Medizin. "Ich wollte ihr nie nacheifern. Wir sind einfach zur selben Zeit auf die Idee gekommen", erzählt die Abiturientin.
In ihrer Freizeit liest sie "alles, was ihr zwischen die Finger kommt", aktuell interessieren die Abiturientin insbesondere die Bücher von Frank Schätzing und Stephen King. Ihr musikalisches Ohr ist für jede Musikrichtung offen. In den WM-Vorrunden fieberte Valeria sowohl für Deutschland als auch Italien. "Jetzt wo Italien raus ist, ist es nicht mehr so spannend", findet die 18-Jährige, die sich selbst nicht als großen Fußball-Fan sieht.
Nach dem Ergebnis des Tests für medizinische Studiengänge wird sie sich bei Universitäten in Bayern und Baden-Württemberg zum Wintersemester 2014/2015 bewerben. Zu weit von zu Hause entfernt möchte die Höchstadterin aber nicht studieren.