Meeder — Die Kirchengemeinden Meeder und Beuerfeld feierten am Sonntag "Kantate" zusammen mit Hartmut Korndörfer dessen 50. Kantorenjubiläum. Zahlreiche Gottesdienstbesucher fanden sich dazu zum Festgottesdienst in der Sankt Laurentiuskirche Meeder ein. Schwungvoll spielte der Kantor zum Einstieg selbst auf der Orgel einen Jazz.
Nach der Begrüßung aller Gottesdienstbesucher durch Pfarrer Steffen Lübke brachten die Choradstanten "Alles was Odem hat" zu Gehör. Chorleiter war ebenfalls Hartmut Korndörfer, der einmal an der Orgel saß und dann wieder den Chor im Chorraum dirigierte und mitsang.
Korndörfer studierte das Volksschullehramt in Nürnberg und Bayreuth und gleichzeitig begann er am Konservatorium mit dem Studium der Kirchenmusik und spielte schon vor 1965 an unterschiedlichen Kirchengemeinden die Orgel. Nach bestandenen Examen 1966 als Kirchenmusiker und 1967 für die Volksschule war er an verschiedenen Schulen tätig, bis er 1969 nach Meeder versetzt wurde und bis heute im Gemeindeteil Drossenhausen wohnt. Zuerst hat er vertretungsweise in Meeder und anderen Kirchengemeinden ausgeholfen. Ab 1978 übernahm er als nebenamtlicher Musiker die Kantorenstelle in den Kirchengemeinden Meeder und Beuerfeld.
1975 wurde in Meeder eine Sing- und Musikschule gegründet, für die Hartmut Korndörfer die Leitung übernahm. Zwischenzeitlich wurde sie aufgelöst. Die Choradstanten leitet er seit 1998.

Er spielt rund 100 Mal im Jahr

In einem Jahr begleitet er rund 100 Gottesdienste, außerdem Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. Immer saß er zuverlässig auf der Orgelbank und hielt darüber hinaus den Taktstock für den Kirchenchor in der Hand. Diese beachtliche Leistung galt es zu würdigen. Die Familie verzichtete damit auf viele Stunden. Deshalb wurde seiner Frau Lilian und seiner Familie ebenfalls gedankt.
Vertrauensmann Martin Albrecht dankte Hartmut Korndörfer im Namen der beiden Kirchengemeinden. Von den Choradstanten bedankte sich Ulrich Kahl, denn Korndörfer ist nicht nur Dirigent, sondern auch Notenwart und Sprecher des Kirchenchors.
Eine Urkunde vom Verband der evangelischen Kirchenmusikerinnen und Musiker in Bayern überreichte der Ortsgeistliche im Namen von Kirchenmusikdirektor Klaus Wedel. Grüße überbrachte er ebenfalls vom Stadtkantor Peter Stenglein. Sie wünschten dem Jubilar für die Zukunft alles Gute.
Musik hat einen festen Platz in der Kirche. "Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder" und "Jauchzet dem Herrn" sind die Lieder, die zum Jubiläum des Kantors hervorragend passten. Zwischen den Lesungen, die alle etwas mit Musik zu tun hatten, sangen der Laurentius-Chor und die Choradstanten. Darüber hinaus begleiteten die Bläser des Posaunenchors die mit der Gemeinde gesungenen Lieder.
Hartmut Korndörfer freute sich über die vielen Gottesdienstbesucher. Er wünschte sich möglichst immer so viele Besucher und bedankte sich für die vielen Glückwünsche und Geschenke. "Musizieren macht mir nach wie vor viel Spaß", waren seine abschließenden Worte, bevor er mit einer festlichen Intrade die Fuge B-A-C-H von Johann Georg Herzog auf der Orgel spielte. Karin Günther