Weihnachten ist, wenn die Menschen miteinander fröhliche Lieder singen, wenn die Herzen geöffnet werden und wenn in den Häusern und in aller Welt Ruhe und Frieden einkehrt. Genau diese Stimmung fing das Konzert in der St.-Veits-Kirche in Veitlahm ein. Die gesamte Dorfgemeinschaft wirkte mit, um das abwechslungsreiche und beachtliche Programm auf die Beine zu stellen.

Mit feierlichen Klängen eröffnete der Posaunenchor unter der Leitung von Benjamin Schuberth den musikalischen Nachmittag und zauberte, obwohl der Schnee in Kulmbach längst wieder weggetaut war, ein böhmisches Weihnachtsmärchen. Alpenländisch klang der Andachtsjodler. Und die Botschaft "Verbum caro factum est" ("Das Wort ist Fleisch geworden") nahm die frohe Botschaft von Jesu Geburt vorweg.

Sänger in Bestform

Zuckersüß wie Engelsflöten musizierten Diana Löffler und Julia Müller auf ihren Querflöten Klassiker wie "Süßer die Glocken nie klingen", "Fröhliche Weihnacht überall" oder "Gloria in excelsis deo".

In Bestform präsentierten sich außerdem die Sänger beim großen Kirchenkonzert. Der Gesangverein wünschte "Weihnacht, frohe Weihnacht" und erfreute mit einem fröhlichen und mitreißenden "Hallelujah".

Außerdem hatte Ulli Brandl mit ihren Sängern "Weihnacht im Lichterschein" einstudiert.

Doch auch nach dem Fest der Feste wirkt die frohe Botschaft weiter. Wohl aus diesem Grund stimmte der Gesangverein schon vor Heiligabend das Dreikönigslied an.

Zart wie ein Seelenhauch

Freunde moderner Gesänge kamen bei den Vorträgen von Diane Ernst und Fiona Friedrich auf ihre Kosten. Die beiden Ausnahmetalente präsentierten "A holy night" und "Mary did you know" und beeindruckten mit Virtuosität und Strahlkraft ihrer Darbietungen.

Musik - zart wie ein Seelenhauch - brachte Hartmut Reuter zu Gehör. Reuter verzauberte die Menschen mit seiner großen Lyra und lud mit Henry Purcells Rondo in d-Moll zum Träumen ein. Doch auch das Lyra-Querflöten-Duo nach einer Gitarren-Etüde gelang bestens und kam beim Publikum an.

Ein echter musikalischer Hochgenuss war außerdem der Beitrag der "Katholiken", wie Pfarrer Reinhold Skoda anmerkte: Wolfgang Trottmann und Roland Jonak interpretierten das "Ave Maria" an der Orgel, untermalt von handgeschüttelten Glöckchen.

Perfekt wurde das einzigartige Konzert durch Orgelweisen, dargeboten von Florian Hofmann. Hofmann spielte eine Toccata von Giovanni Battista Martini und ein Prelude C-Dur.

Beim Kirchenkonzert in Veitlahm sorgte Pfarrer Reinhold Skoda für andächtige Stimmung. Auch die Gemeinde wurde in das Kirchenkonzert der besonderen Art miteinbezogen.