Zu Beginn der Urlaubszeit und nach längerer Corona-bedingter Schließung ist nun auch das Kardinal-Döpfner-Museum in Hausen wieder geöffnet. Dabei sind Führungen nach telefonischer Vereinbarung - auch in Gruppen unter Beachtung der üblichen Hygieneauflagen-wieder möglich.

Das kleine Museum im Gedenken an den berühmtesten Sohn von Hausen, auch Ehrenbürger von Hausen und von Bad Kissingen, wurde vor 20 Jahren im ehemaligen Kloster Hausen vom damaligen Ortspfarrer Georg Hirschbrich initiiert und auch betreut. In zwei Räumen sind viele Erinnerungsgegenstände, Dokumente und Informationen aus dem Leben und Wirken von Julius Döpfner zu besichtigen.

Kardinal Döpfner war eine der prägenden Persönlichkeiten der katholischen Kirche im 20.Jahrhundert, zunächst als Bischof von Würzburg, dann als Kardinal in Berlin und als Erzbischof von München. Seine Bedeutung für den Weg der katholischen Kirche in die Moderne wird nicht nur durch sein überragendes Engagement beim II. Vatikanischen Konzil ( 1962 bis 1965 ) sondern auch als Präsident der Synode in Würzburg (1972 bis 1975 ) sowie als maßgebliche Persönlichkeit in vielen vatikanischen Kommissionen und für die Weltkirche.

Die physischen und psychischen Belastungen in dieser nachkonziliaren Umbruchzeit waren aber auch für Dr. Julius Döpfner so immens, so dass er viel zu früh 1976 im Alter von knapp 63 Jahren verstorben ist und damit auch als Vorsitzender der deutschen Bischofskonferenz eine große Lücke hinterlassen hat. Der Präsident des Zentralkomitees der Katholiken Dr. Bernhard Vogel formulierte es damals so: " Er war der deutsche Kirchenführer, der die katholische Kirche in die Gegenwart geführt hat."

In der beginnenden Urlaubszeit und bei Interesse an einer Führung im Museum direkt neben der Pfarrkirche Hl.Kreuz können Termine telefonisch vereinbart werden, wahlweise mit folgenden Kontaktpersonen: Hans Georg Keßler (0971/658 80), Gabi Müller (0971/ 685 32), Werner Martin (0971/ 698 992 94) oder Pfr. Matthias Karwath (0971/ 699 828 25). red