Der Jakobsweg von Hof über Bayreuth nach Nürnberg führt auch durch Marktschorgast mit seiner St.- Jakobus-Kirche. Eine Informationstafel weist nun auf auch auf dieses Teilstück des fränkischen Jakobswegs hin.

Gestiftet hat sie der frühere Bürgermeister Hans Tischhöfer, Bürgermeister. Zur Vorstellung konnte der auch Pfarrer i.R. Michael Thein aus Bayreuth begrüßen, den Initiator und "Vater" dieses Pilgerweges.

"Ein besonderer Ort"

"Marktschorgast ist ein besonderer Ort am Jakobsweg. Ich kenne sonst keinen, in dem drei Bürgermeister hintereinander aktive Jakobspilger waren und noch sind. Alle drei haben sich um den Weg verdient gemacht und Bleibendes hinterlassen", sagte Thein.

Bruno Preißinger war als amtierender Bürgermeister maßgeblich beteiligt an der Wegfindung und an der Einweihung 2009 anlässlich des Ortsjubiläums. Josef Kofer hat vor Kurzem für die kleine Kapelle am Weg vor Marktschorgast eine Jakobusfigur gestiftet. Und nun hat Hans Tischhöfer das Aufstellen der Informationstafel in die Wege geleitet.

In einem Flyer ist zu lesen: "Der Jakobusweg von Hof nach Nürnberg (183 km) schafft im Rahmen des europäischen Jakobswegenetzes den Lückenschluss nach Thüringen und Sachsen." Und stets weist die Muschel den Pilgern den Weg.

Appell an die Bevölkerung

Und auf der Tafel steht: "Der Europarat hat den Jakobusweg 1987 zur ersten europäischen Kulturstraße erklärt. Damit hat das Netz der Jakobuswege, insbesondere nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, wieder eine europäische Dimension bekommen, die die Wege schon ab dem 9. Jahrhundert hatten."

Der Jakobsweg lebt Thein zufolge entscheidend von der Initiative einzelner Menschen. Neben den drei Bürgermeistern nannte er auch Marga Greim und ihren Mann, die seit Jahren ein privates Pilgerquartier anbieten. Doch für den Jakobsweg seie die ganze Bevölkerung eines Ortes entscheidend, durch den der Weg läuft. Der frühere Pfarrer appellierte an die Marktschorgaster, ihre Augen nach Pilgern offen zu halten, sie zu begrüßen und anzusprechen und ihnen behilflich zu sein, um einen Pilgerstempel zu finden, übernachten oder etwas einkaufen zu können.

"Diesem Zweck dient nun auch die Infotafel hier am Weg vor der evangelischen Kirche", sagte Michael Thein. Die einheimische Bevölkerung und die Gäste könnten hier etwas vom Jakobsweg erfahren. Prei.